Techentin : Techentiner zur Spurensuche aufgerufen

Die Techentiner Dorfstraße auf einem historischen Foto. Heute ist es die Techentiner Straße, Ecke Rosenstraße.
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Die Techentiner Dorfstraße auf einem historischen Foto. Heute ist es die Techentiner Straße, Ecke Rosenstraße.

2015 soll in dem Ludwigsluster Ortsteil die 490-Jahrfeier begangen werden

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29. Dezember 2014, 07:00 Uhr

Der Ludwigsluster Ortsteil Techentin möchte sich feiern: Seht, wir sind noch da und mehr als nur ein Ortsteil von Ludwigslust! Deshalb soll es im kommenden Jahr die 490-Jahrfeier geben. Günther Warnke, der von 1966 bis 1972 der letzte Bürgermeister des Dorfes war, hat die Idee in die Welt gesetzt, und sofort begeisterte Mitstreiter gefunden. Einer von ihnen ist Bodo Thees, Feuerwehrchef in Techentin und gleichzeitig Gemeindewehrführer von Ludwigslust. „Bis zum 500. Jubiläum wollen wir nicht mehr warten“, sagt er. „Die Zeitzeugen von früher werden immer älter, und wir wollen noch möglichst viel aus der Geschichte zusammentragen“, sagt Thees.

Alle Bürger, die Unterlagen zur Techentiner Geschichte haben, sind daher aufgerufen, sich zu melden. Auch eine Identifikationsfigur für Techentin, das übersetzt eigentlich „Ort des Trostes“ heißt, wird gesucht.

Im Januar ist die nächste Zusammenkunft geplant. Dann wird sich das Vorbereitungskomitee für das Fest, welches Mitte 2015 stattfinden soll, noch weiter vergrößern. Wer sich mit historischem Material beteiligen möchte, kann sich in der Grundschule oder in der Kita melden. Bodo Thees fungiert ebenfalls gern als Ansprechpartner. Er ist unter den Telefonnummern 03874 29212 oder 03874 41271 bzw. der Email-Adresse bodo.thees @stadtludwigslust.de erreichbar.

Die Frage nach dem Ursprung des Dorfes Techentin ist bisher nicht genau geklärt. Seinem Namen nach ist es eine alte wendische Siedlung, seiner Dorflage nach könnte es aber auch germanischen Ursprungs sein.

Besonders der Dreißigjährige Krieg hat dem Dorf hart zugesetzt. Das Gebiet wurde 1627 stark verwüstet. Schließlich war es völlig verödet und verlassen. Der größte Teil der Bewohner war von Hunger und Seuchen umgekommen.

Später wurden die Verhältnisse ganz offensichtlich wieder besser. Der Chronist verzeichnet vor 1945 rund 20 Bauern, zahlreiche Büdner und Häusler, Handwerker und Arbeiter.

Auch zur Schulbildung in Techentin ist bisher wenig bekannt. Allerdings ist verbrieft, dass das Dorf ab 1704 einen Schulmeister hatte. Seine Wohnung wird, weil damals üblich, auch das Schulzimmer für die Kinder gewesen sein. Eine erste Schule wurde in Techentin im Jahre 1835 erbaut.

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