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Neue Jobs in Ludwigslust : Taxi in Buxtehude aus Ludwigslust

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Hamburger Genossenschaft eröffnet Callcenter in der Lindenstadt. Vorerst neun neue Arbeitsplätze geschaffen

von
erstellt am 07.Feb.2017 | 07:00 Uhr

Wer in Buxtehude telefonisch ein Taxi bestellt, landet demnächst in Ludwigslust. Die Hamburger Hansa Funktaxi eG hat in diesen Tagen ein Callcenter in der Lindenstadt eröffnet und damit neun neue Arbeitsplätze geschaffen. „Dass dabei die Wahl auf Ludwigslust gefallen ist, hat drei zentrale Gründe“, sagt Thomas Lohse, zweiter Vorstandsvorsitzender der Taxizentrale. „Die gute Verkehrsanbindung und die zentrale Lage im Norden Deutschlands waren ebenso entscheidend wie die attraktive Immobilie im Herzen der Stadt. Das Wichtigste aber sind die vielen gut qualifizierten und motivierten Frauen und Männer in Ludwigslust, die wir jetzt einstellen konnten.“

Das neue Callcenter hat seinen Sitz im Lindencenter. Von hier aus sollen die Aufträge von Taxizentralen aus anderen Städten vermittelt werden. Über ein Dutzend Zentralen gehören zur Genossenschaft. In zahlreichen Regionen würde es sich für die örtlichen Taxizentralen nicht rechnen, eigene Callcenter aufzubauen. „Genau hier kommen wir mit unserer Erfahrung von mehr als 40 Jahren ins Spiel“, sagt Lohse.

Nach dem Start mit der Vermittlung von Taxis in Buxtehude kommen Tostedt und weitere Regionen sowie Städte hinzu. „Falls alles erfolgreich verläuft, schaffen wir weitere Arbeitsplätze“, verspricht Lohse.

Verantwortlich für den Betrieb und den Ausbau des Callcenters sind Astrid Wagner, Leiterin der Zentrale, und Christian Pascher, Technischer Leiter bei der Hamburger Genossenschaft. Auch für die beiden ist der Neustart eine echte Herausforderung. „So viele Leute haben wir noch nie auf einmal ausgebildet“, erklärt Thomas Lohse.

Für die „Mitarbeiter der ersten Stunde“ steht in den nächsten sechs bis acht Wochen erst einmal die Ausbildung an der modernen Kommunikationstechnik im Mittelpunkt, bevor der „scharfe Start“ am Netz erfolgt. Hochtechnologie ermöglicht es, dass die Taxivermittlung für eine bestimmte Region theoretisch von überall erfolgen kann. Allerdings spielt die menschliche Komponente im Hin- und Herrauschen der Bits und Bytes immer noch die Hauptrolle. „Taxifahren ist in jeder Region anders“, sagt Dirk Schütte, der Vorstandsvorsitzende der Genossenschaft. „Wir haben uns gesagt, wir gehen dorthin, wo die Menschen leben, die wir brauchen“, ergänzt er noch. Die neuen Mitarbeiter im Ludwigsluster Callcenter werden zu den gleichen Bedingungen beschäftigt, wie die Mitarbeiter im Hamburger Callcenter, das mittlerweile an seine Kapazitätsgrenze gekommen ist.

„Jeder neue Arbeitsplatz in Ludwigslust ist Gold wert“, freut sich Henrik Wegner, der Wirtschaftsförderer der Stadt.

Die Suche nach dem neuen Standort haben die Hamburger mit einem Blick auf die Landkarte begonnen. Ludwigslust schien ein geeigneter Ort innerhalb der Metropolregion Hamburg zu sein. Aus den zu Beginn genannten Gründen. Also machten sich die Verantwortlichen auf den Weg in die Lindenstadt, von der sie bis dato nur wussten, dass es dort ein Barockschloss gibt. „Wir sind hier mit offenen Armen empfangen worden“, freut sich Lohse. Sowohl die Stadt als auch Andrea Danda, die Center-Managerin des Lindencenters, hätten unkompliziert Wege geöffnet. Vom ersten Kontakt nach Ludwigslust bis heute hat es nur drei Monate gedauert.

Die Hansa Funktaxi eG 211211 ist nach eigenen Aussagen in Sachen Auftragsaufkommen der Marktführer in der Metropolregion Hamburg, zu der auch der Landkreis Ludwigslust-Parchim gehört. Der Genossenschaft gehören rund 400 Unternehmer an, die knapp 800 Autos besitzen und mehr als 1200 Fahrer beschäftigen. Bei der Hansa Funktaxi sind 90 Mitarbeiter tätig, davon 60 im bereits bestehenden Callcenter.

Die Arbeit der Zentrale wird auch bundesweit anerkannt. 2014 ist die Genossenschaft von „Deutschland Test“ und „Focus Money“ zur besten Taxizentrale Deutschlands gekürt worden.

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