Brenz / Loosen : Tassen aus dem Holzbrennofen

Christoph und Melanie Bader präsentieren die ersten der im Februar gebrannten Krüge und Vasen.
Christoph und Melanie Bader präsentieren die ersten der im Februar gebrannten Krüge und Vasen.

Töpferwerkstätten in Alt Brenz und Loosen luden am vergangenen Wochenende zum Tag der offenen Tür ein

von
09. März 2014, 18:30 Uhr

Die Schalen, Tassen und Becher sind liebevoll bemalt. Jedes einzelne Stück ist eine Kostbarkeit für sich. Besucher drängen sich um den Tisch, auf dem die Raritäten aufgestellt sind.

Keramikerinnen und Keramiker luden am Wochenende bundesweit in ihre Werkstätten ein. Auch in unserer Region konnten sich Interessierte in Töpfereien umsehen. So auch in der Werkstatt von Sophia Binney in Alt Brenz und bei Christoph und Melanie Bader in Loosen. Sophia Binney eröffnete eine Ausstellung mit Keramik für das Frühjahr. Die Tonarbeiten der Töpferin fanden, wie eingangs erwähnt, erneut großes Interesse bei den Besuchern. Und die kamen nicht nur aus der Umgebung.

Kerstin Hilliger von Thile kam extra aus Berlin in die Werkstatt von Sophia Binney, brachte gleich auch noch Freunde mit. „Ich habe über die Arbeit der Töpferin gelesen, finde ihre Produkte sehr schön.“ Während die Berliner Binneys Tonarbeiten in der Werkstatt noch bewunderten und berieten, was gekauft werden soll, servierte die Töpferin im Hof bereits Kaffee. Denn auch dasWetter spielte an diesem Wochenende bestens mit.

Rund 45 Autominuten entfernt luden zur gleichen Zeit auch Melanie und Christoph Bader in ihre Töpferwerkstatt in Loosen ein. Höhepunkt hier war gestern Nachmittag das Öffnen des Holzbrennofens. „Im Ofen ist die im Februar gebrannte Ware“, erklärte Christoph Bader. Zum Vorschein kamen Tonkrüge verschiedenster Art ebenso wie zum Beispiel Kerzenhalter, Tassen oder Salzstreuer. „Alles wurde rund 15 Stunden im Ofen bei einer Temperatur von ca. 1300 Grad Celsius gebrannt“, erläutert der Keramiker, der den Beruf 1998 bis 2001 bei Bernadette Roolf in Wismar erlernt hat. Nach dem Brennen, so Bader, müssen die Stücke grundsätzlich noch einige Tage im Ofen abkühlen. Erst bei etwa 50 Grad könne der Ofen dann geöffnet werden. Würde das früher geschehen, bekämen die wertvollen Stücke Risse.

Nachdem Melanie und Christoph Bader gestern die ersten Tongefäße aus dem Ofen geholt hatten, fiel das Fazit positiv aus: „Bei Bedarf muss an einigen Stücken noch der Boden ein wenig geschliffen werden, um Sandkörner zu beseitigen“, erkennt Christoph Bader. „Aber es sieht gut aus.“

Auch in Loosen nutzten am Wochenende Besucher die Möglichkeit, sich mit der Arbeit des Keramikers vertraut zu machen. Übrigens steht für Bader der nächste Termin schon fast vor der Tür. Am 3. und 4. Mai steigt im Park des Jagdschlosses Friedrichsmoor der 2. Südwestmecklenburger Töpfermarkt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen