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Ludwigsluster Tageblatt

11. Dezember 2017 | 01:25 Uhr

Neu Kaliss : Tapeten rund um die Uhr

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Mitglieder des FDP-Kreisverbandes besuchten Erfolgsunternehmen Neu Kaliß Spezialpapier, das im nächsten Jahr 25 Jahre alt wird

svz.de von
erstellt am 23.Mai.2016 | 13:41 Uhr

Sie gehören zu den größten Arbeitgebern in der Gemeinde Neu Kaliß. 140 Mitarbeiter hat die Firma NKS (Neu Kaliß Spezialpapier). Das kommende Jahr ist ein besonderes in der Papierfabrik. Dann ist es 25 Jahre her, dass die Melitta-Gruppe das Werk übernommen hat. Die Papierherstellung an sich hat eine lange Tradition in der Gemeinde. 1799 ist hier bereits die erste Papiermühle errichtet worden. Die Entwicklung hat sich darauf basierend fortgesetzt – mit einem kompletten Neuanfang nach der politischen Wende in der damaligen DDR. 1992 stieg Melitta ein. Entstanden ist in den Jahren danach ein neuer Firmenstandort am Rande der Gemeinde. „Viele unserer Mitarbeiter sind ebenfalls bereits fast 25 Jahre hier“, sagt John Paul Fender. Der Brite ist Geschäftsführer des Unternehmens und macht damit auf eine Stärke des Betriebes aufmerksam: NKS setzt auf Verbundenheit der Mitarbeiter zu ihrer Firma, auf Qualitätsarbeit, die sich aus fachlichem Können, gepaart mit Identifikation speist. Das und mehr erfuhren Mitglieder des FDP-Kreisverbandes, die ihren Spitzenkandidaten Burkhard Thees in seiner Gemeinde besuchten. Dieser ist hier nicht nur seit 17 Jahren Bürgermeister, sondern kandidiert auch als Landtags-Direktkandidat für seine Partei im Wahlkreis Ludwigslust-Parchim I.

„Wir können stolz sein, was wir in Neu Kaliß erreicht haben. Unser Gemeindehaushalt ist ausgeglichen“, so der Kommunalpolitiker.

NKS, die Firma produziert zu 90 Prozent Tapeten, muss sich an den turbulenten Märkten der Welt behaupten. „Die letzten beiden Tapetenjahre waren schlecht“, gesteht John Paul Fender. „Die Industrie lebt vom Export nach Russland und in die Ukraine. Da sah es nicht so gut aus“, so Fender. Das hat nach seinen Worten auch immer mal wieder zu Kurzarbeit geführt.

Inzwischen sieht die Entwicklung wieder positiver aus. Neue Verträge mit Abnehmern in Westeuropa und den USA konnten abgeschlossen werden. In Neu Kaliß sei die Auftragslage sehr gut, sagt der Geschäftsführer. Wie sich die Firma denn für die Zukunft aufstellen würde, wollten die Besucher wissen. „Als einziger Papierhersteller in Mecklenburg-Vorpommern müssen wir unseren Berufsnachwuchs selbst ausbilden“, erklärt John Paul Fender. Gebraucht wird er in allen Bereichen des Unternehmens – Mechatroniker, Logistik, Verwaltung oder IT.

Bei einem Rundgang mit Heinz Rausch lernten die Besucher dann noch etwas mehr über die Produktionsabläufe bei NKS. Im Mittelpunkt natürlich die große Papiermaschine. Die Firma produziert sieben Tage die Woche 24 Stunden. 40 Grad in einigen Bereichen, Lärm … trotzdem ist über ein Vierteljahrhundert eine Stammbelegschaft entstanden.

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