Neu Kaliss : Tanz und Tradition auf dem Forsthof

Ehrentanz von Heidekönigin Vanessa Ter Melikyan mit Amtsvorsteher Burkhard Thees.  Fotos: Schulz
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Ehrentanz von Heidekönigin Vanessa Ter Melikyan mit Amtsvorsteher Burkhard Thees.

19-jährige Heidhoferin Vanessa Ter Melikyan wurde beim 32. Reuterfest zur sechsten Kalisser Heidekönigin gewählt

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03. September 2017, 21:00 Uhr

Wer am Sonntag nicht pünktlich zum Auftakt des 32. Reuterfestes auf dem Forsthof in Neu Kaliß bis 10 Uhr angekommen war, der lief Gefahr, den Höhepunkt dieses sonnenverwöhnten Festtages im Amt Dömitz-Malliß und der Gemeinde Neu Kaliß versäumt zu haben. Denn nach nur wenigen Musikstücken der „Dömitzer Elbmusikanten“ kündigte Moderatorin Karin Koch den Höhepunkt dieser Traditionsveranstaltung an: die Proklamation der sechsten Kalisser Heidekönigin.

In einer prächtig mit blühendem Erikakraut, Blütenbuketts und Rankengrün geschmückten Kutsche saß die 19-jährige Heidhoferin Vanessa Ter Melikyan in Begleitung von Amtsvorsteher und Gemeindebürgermeister Burkhard Thees sowie der scheidenden Heidekönigin Wiebke Petersen. Petersens Nachfolgerin zeigte sich zwar noch etwas nervös, ob der Dinge, die sie nur wenige Schritte entfernt auf der Reuterbühne in das öffentliche Rampenlicht rücken würden. In ihrer charmanten Art und mit wohlfeilen Worten nahm Karin Koch der zukünftigen Heidekönigin das Lampenfieber, um mit dem Verleihen der prächtigen Heidekrone und dem Umlegen der Schärpe, unter dem Applaus der Gäste, die Proklamation zu vollziehen.

Kaum als neue Heidekönigin begrüßt, gehörten Ehrentänze für Vanessa Ter Melikyan gleich zu ihren ersten Pflichtaufgaben. Bereits kommendes Wochenende präsentiert die Kalisser Heidekönigin ihre Heimatregion beim Amtserntefest in Polz. Und auch bei der Grünen Woche in Berlin im Januar kommenden Jahres wird sie die Besucher informieren, weshalb sie ihre mecklenburgische Heimat für liebens- und lebenswert hält. Dafür nämlich hat die einstige Abiturientin diese Würde nur allzu gern angenommen, wie Vanessa Ter Melikyan am Sonntag von der Reuterbühne verkündete.

Zum Gelingen des 32. Reuterfests garantierten wiederum viele helfende Hände im Vorfeld, denen Amtsvorsteher Thees als verantwortlicher Organisator und Forstamtsleiter Jörg Schröder als Hausherr Sonntag insbesondere dankten. Wie in den vielen Jahren zuvor gaben Joachim Stech, Elke Gurk und Wilfried Prüser von „De Doemser Plattsnackers un Frünn“ mit viel Applaus bedachte Kostproben aus den literarischen Niederschriften des legendären Namensgeber Fritz Reuter. Eckhard Buß gelang es im Festverlauf als Reuter-Darsteller ebenso, das Publikum mit kurzen Anekdoten im besten mecklenbörger Platt zu unterhalten.

Traditionelle Volkstänze aus dem niedersächsischen Wendland gefielen den Reuterfest-Gästen im Anschluss ebenso wie der Auftritt der „Chori Feen“ aus Redefin. Das kulinarische Angebot der regionalen Anbieter garantierte den Besuchern auf dem Forsthof viele Stunden bester Geselligkeit.

Der Startschuss zum Reuterfest fiel diesmal in Göhren, wie Bürgermeister Thees informierte. Unter den doch wenigen tapferen Wandersleuten um Thees auf der Strecke und am Reuter-Gedenkstein vorbei, hatten sich der Dömitzer Bürgermeister Helmut Bode und die christlichen Pfadfinder „Royal Rangers 495“ aus Neu Kaliß dazugesellt.


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