Ludwigslust-Parchim : Tagsüber nicht in der Familie

Immer mehr Eltern lassen ihre Kinder schon vor dem 3. Geburtstag in einer Kindertagesstätte oder von Tageseltern betreuen.
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Immer mehr Eltern lassen ihre Kinder schon vor dem 3. Geburtstag in einer Kindertagesstätte oder von Tageseltern betreuen.

Im Landkreis Ludwigslust-Parchim sind mehr als 53 Prozent der bis zu Zweijährigen tagsüber in der Kinderkrippe oder bei Tageseltern

Mehr als die Hälfte der Kinder im Landkreis Ludwigslust-Parchim, die noch nicht ihren dritten Geburtstag gefeiert haben, werden in einer Kinderkrippe betreut oder bei Tagesmutter bzw. -vater. Das geht aus den Zahlen des Statistischen Landesamtes MV hervor. Genau sind es 53,3 Prozent der Mädchen und Jungen unter drei Jahren. Damit hat sich der Trend zur frühzeitigen Betreuung außerhalb des Elternhauses im Vergleich zum Vorjahr weiter fortgesetzt. Da waren es noch 52,7 Prozent. Im Jahr 2012 lag die Quote bei 51,0 Prozent.

Immer mehr Kinder werden in der Krippe betreut. Grafik: ZdS
Immer mehr Kinder werden in der Krippe betreut. Grafik: ZdS
 

Kinderkrippe oder Krabbelgruppe? In den 1980-iger Jahren gab es da noch deutliche Unterschiede zwischen Ost und West: Doch der Unterschied zwischen Familien im Westen und im Osten verwischt sich inzwischen immer mehr: Mit der aktuellen Betreuungsquote von 53,3 Prozent ist im Landkreis Ludwigslust-Parchim das Kind in der Krippe schon fast der erwünschte Regelfall. Bundesweit sind 50 plus x als nächstes Etappenziel anvisiert. Im Landkreis Ludwigslust-Parchim betreuten im Vorjahr Tagesmütter bzw. -eltern rund 8,9 Prozent der Kinder bis zu zwei Jahren, Tageseinrichtungen rund 44,4 Prozent. Der Betreuungswert in Tageseinrichtungen liegt im Kreis Ludwigslust-Parchim damit über dem Bundesdurchschnitt von 28,2 Prozent. Auch bei den Tageseltern liegen die 8,9 Prozent über dem Bundeswert von 4,8 Prozent.

In der „Kinderkrippen-Bundesliga“ reicht die Betreuungsquote von 53,3 Prozent im Landkreis Ludwigslust-Parchim für Platz 55 unter 405 ausgewerteten Städten und Kreisen (plus Stadtstaaten). Ein gutes Ergebnis – zumindest, wenn man die Dinge genauso sieht wie Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und eine möglichst hohe Betreuungs-Quote als Ziel hat. Schlusslicht wäre dann der bayerische Kreis Berchtesgadener Land, wo nur jedes achte Kind (13,1 Prozent/Vorjahr 14,1 Prozent) tagsüber außerhalb der eigenen Familie betreut wird.

Auch die 24-Stunden-„KitaPlus“ werde von der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände, der Bundesagentur für Arbeit, dem Deutschen Gewerkschaftsbund, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund sowie dem Deutschen Städtetag unterstützt, heißt es vom Bundesfamilienministerium. Der gemeinsame Nenner: Schichtarbeiter und alleinerziehende Mütter sollen für den Arbeitsmarkt verfügbar sein.  

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