Jugendhilfe Ludwiglsust : Täter-Opfer-Ausgleich: Zahlen irritieren

Setzen sich gemeinsam ein: Liane Bäu, Jacqueline Bernhardt und Melitta Roock
Setzen sich gemeinsam ein: Liane Bäu, Jacqueline Bernhardt und Melitta Roock

Deutlich weniger Fälle seit 2013. Im Verein Jugendhilfe Ludwigslust kann man das nicht nachvollziehen

svz.de von
15. Januar 2019, 10:26 Uhr

Auf ihrer Tour durch den Wahlkreis besuchte die Landtagsabgeordnete Jacqueline Bernhardt, Fraktion Die Linke, gemeinsam mit der Vorsitzenden der linken Stadtfraktion Ludwigslust, Melitta Roock, zunächst den Verein Jugendhilfe in Ludwigslust. Gesprächsthema war die Situation im Täter-Opfer-Ausgleich in Mecklenburg-Vorpommern.

Sowohl die Geschäftsführerin des Vereins Liane Bäu als auch die Politikerinnen zeigten sich irritiert über die Entwicklung im Täter-Opfer-Ausgleich. „Die Fälle des Täter-Opfer-Ausgleichs sind in Mecklenburg-Vorpommern seit 2013 um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Diese Entwicklung ist nur schwer nachvollziehbar”, so Jacqueline Bernhardt. Nur mit dem demografischen Wandel ließe sie sich jedenfalls nicht erklären, weshalb die Abgeordnete diesbezüglich noch einmal bei der Regierung nachfragen werde.

Vor dem Hintergrund des Rückgangs der Fälle des Täter-Opfer-Ausgleichs überlegt auch der Verein Jugendhilfe, wo noch für zehn Stunden pro Woche ein Mitarbeiter beschäftigt ist, dieses wichtige Feld aufzugeben.

Ein weiteres Thema war die Schulsozialarbeit. Erfreulich sei hier, dass der Verein kürzlich drei neue Mitarbeiter einstellen konnte. Diese würden nach Tarif bezahlt und fühlten sich im Verein sehr wohl. Liane Bäu machte jedoch klar, dass es der Schulsozialarbeit vor Ort nicht förderlich sei, wenn verschiedene Finanzierungsquellen, wie Europäische Sozialfondsmittel, Kreismittel und Gemeindemittel eingesetzt werden, bei denen unsicher ist, wie es ab der neuen Förderperiode ab 2021 weitergeht.

Ein klares Bekenntnis des Landes sei bei der Finanzierung der Schulsozialarbeit notwendig. „Im Rahmen der in diesem Jahr stattfindenden Haushaltsplanungen des Landes für den Doppelhaushalt 2020/2021 ist die Absicherung der Schulsozialarbeit aus Sicht der Linksfraktion M-V ein wichtiges Anliegen. Deshalb bringt die Linksfraktion im Januar in den Landtag einen Antrag ein, worin es auch um die langfristige Absicherung der Jugend- und Schulsozialarbeit geht.“

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