SVZ-Leser gestalten „Nabucco“ mit

Andrea Weinke-Lau aus Groß Laasch (hier mit Enkelin Tari) wirken bei der „Nabucco“-Aufführung mit.
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Andrea Weinke-Lau aus Groß Laasch (hier mit Enkelin Tari) wirken bei der „Nabucco“-Aufführung mit.

Monika Schmidt und Andrea Weinke-Lau gewinnen Statistenrollen in der Aufführung des Sommer Open Air morgen auf dem Töpferhof

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05. August 2015, 07:00 Uhr

Morgen ist es soweit, und die Wetterfrösche verkünden auch nur gute Nachrichten – das Sommer Open Air auf dem Töpferhof Hohenwoos kann starten. Wenn sich um 20 Uhr der Vorhang hebt und die Schlesische Oper Bytom Giuseppe Verdis weltberühmte Oper „Nabucco“ präsentiert, sind auch zwei SVZ-Leserinnen unter den Mitwirkenden. Monika Schmidt aus Grabow und Andrea Weinke-Lau aus Groß Laasch haben bei einer Verlosung unserer Zeitung zwei Statistenrollen gewonnen. Beide sind schon ganz gespannt, was sie an diesem Abend auf dem Töpferhof erwartet.


Neugierig, was sie erwartet


Monika Schmidt ist Erzieherin in der Grabower Kita „Märchenland“. Sie erlebt Theater bisher vor allem als Zuschauerin. Die Erfahrungen auf der Bühne liegen schon Jahre zurück. An eine Märchenaufführung im Kindergarten erinnert sie sich noch, gern auch an das Laienspieltheater, das sie in ihrer Schulzeit erlebte. Ist Monika Schmidt angesichts des morgigen Abends aufgeregt? „Das nicht. Neugierig bin ich eher, was mich erwartet“, sagt die Grabowerin.


Lust am Ausprobieren


„Wenn es möglich ist, probiere ich vieles aus“, sagt Andrea Weinke-Lau. „Ich sang im Chor, war in einem Keramikzirkel oder ging zur Tanzschule. Das Fotografieren ist auch eine Leidenschaft.“ Als gebürtige Schwerinerin sah sie sich 2001 Verdis Oper „Nabucco“ auf dem Alten Garten an. „Ein für immer und ewig prägendes Ereignis. Und nun die Chance selbst mit zu spielen…“ Alles neu Erprobte habe ihr geholfen, ihren Lebensweg zufrieden zu gestalten. Mit Keramik, Porzellan und Fotos arbeitet Andrea Weinke-Lau heute. Sie tanzt auch sehr gerne. „Und wer weiß, vielleicht ist das Theater ein weiterer Begleiter.“

Die berühmteste Szene der Oper ist wohl die zweite aus dem dritten Akt. „Va’ pensiero sull’ali dorate“ (Steig Gedanke, auf goldenen Flügeln) singt der Chor der gefangenen Hebräer am Ufer des Euphrat. Zur harten Arbeit verdammt, beklagen sie ihr verlorenes Heimatland. Generationen von Menschen – beileibe nicht nur Opernkenner – haben das Gänsehautgefühl dieser Passage des Verdi-Werkes erlebt.

Grundlage der Oper ist das Libretto des Italieners Temistocle Solera (1816–1878). Die Handlung speist sich aus Legenden um den biblischen Herrscher Nabucco (dt. Nebukadnezar II), König Babylons von 605 bis 562 vor Christus. Mit seiner Herrschaft sind Bauten wie das Ischtartor, die Hängenden Gärten und der Babylonische Turmbau verbunden. Hintergrund der Opernhandlung sind die Eroberung Jerusalems 587 v. Chr. und die Wegführung des jüdischen Volkes in babylonische Gefangenschaft 586 v. Chr. (2. Könige 25). Das Libretto übernimmt daraus nur wenige Motive. Die Handlung besteht aus vier Akten.


Über 30 Opern im Repertoire


Das gegenwärtige Repertoire der Schlesischen Oper Bytom (Beuthen, Oberschlesien) umfasst über 30 Opern.

Wer noch spontan Lust bekommen hat, sich die Aufführung auf dem Töpferhof anzuschauen, hat die Gelegenheit dazu. Karten gibt es in der Geschäftsstelle der Schweriner Volkszeitung in der Ludwigsluster Seminarstraße 3 heute und morgen zwischen 9 und 17 Uhr.

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