Ludwigslust : Sturmtief fegt über die Region

Der Sturm kippte diesen Telefonmast an der Straße nach Kadow um. Kameraden der Feuerwehr Mestlin sichern die Leitung. Fotos: M.-G. Bölsche
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Der Sturm kippte diesen Telefonmast an der Straße nach Kadow um. Kameraden der Feuerwehr Mestlin sichern die Leitung. Fotos: M.-G. Bölsche

In Ludwigslust kippt Baum auf ein vorbeifahrendes Auto. Feuerwehren räumen Bäume und Telefonmasten beiseite

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27. Dezember 2016, 21:00 Uhr

Das hätte schlimm enden können: In Ludwigslust hat am Abend des zweiten Weihnachtsfeiertages ein umstürzender Baum ein fahrendes Auto getroffen. Gegen 18.30 Uhr wehte eine Sturmbö in der Grabower Allee den Baum um, der in der Folge auf die Motorhaube des vorbeifahrenden Pkw Suzuki mit Prignitzer Kennzeichen fiel. Der Fahrer wurde dabei leicht verletzt. Er begab sich später selbstständig in ärztliche Behandlung. Bei dem Unfall entstand Sachschaden in Höhe von mehreren Tausend Euro, so die Polizei. Die Freiwillige Feuerwehr Ludwigslust rückte aus, um den Baum von der Straße zu räumen.

Die Ludwigsluster Kameraden waren nicht die einzigen Feuerwehrleute, für die die Weihnachtsfeiertage mit einem Einsatz endeten. Grund war Sturmtief „Barbara“, das ab den Nachmittagsstunden im Landkreis Ludwigslust-Parchim für herabfallende Äste, umherfliegende Verkehrsschilder und Bauzäune, umstürzende Bäume und Telefonmasten sorgte. Im Laufe des Abends verstärkte sich der Sturm, stellenweise kamen Graupel- und Hagelschauer hinzu.

Kreiswehrführer Uwe Pulss sprach gestern von 35 Alarmierungen im Landkreis, die es am 26. Dezember gegeben hätte. Die Schwerpunkte hätten in den Bereichen Ludwigslust/Grabow sowie rund um Schwerin gelegen. Größere Einsätze seien jedoch nicht dabei gewesen.

Die Freiwillige Feuerwehr Neustadt-Glewe rückte zu mehreren Einsätzen aus. Gegen 18 Uhr mussten die Kameraden einen Baum beiseite räumen, der zwischen Neustadt-Glewe und Klein Laasch kurz vor der Eldebrücke auf die Straße gestürzt war. Rund drei Stunden später wurde die Wehr zum nächsten Einsatz gerufen. „Bei Friedrichsmoor war der Hochsitz eines Jägers auf die Straße gekippt“, erklärte Amtswehrführer Reinhard Sturm. Von diesem Einsatzort seien die Kameraden dann gleich zur L 072 gefahren, wo bei Wöbbelin ein Baum eine Fahrbahn blockierte. Um kleinere Bäume oder größere Äste von Fahrbahnen zu räumen, waren am Montagabend unter anderem die Feuerwehren der Gemeinde Vielank, die Feuerwehren Eldena und Boek/ Gorlosen sowie die Feuerwehr Kummer im Einsatz.

Noch ruhiger war es im Raum Hagenow/Wittenburg geblieben. „Durch den frühen Wintereinbruch waren viele Äste schon weggebrochen“, erinnerte Polizeisprecher Fredo Kreft an die Ereignisse aus dem November. Dadurch habe es dort kaum Probleme gegeben.

In einigen Teilen Westmecklenburgs war am Montag die Stromversorgung zeitweise unterbrochen. Durch die sehr starken Windböen seien Störungen in der Mittel- und Niederspannungsebene verursacht worden, heißt es in einer Mitteilung des Energieversorgers Wemag. „Nahezu alle Störungen wurden durch herabfallende Äste und umgebrochene Bäume verursacht.“

Glück hatte an diesem stürmischen Nachmittag ein Ehepaar in Sternberg. Als der Mann mit seiner Frau von einem Spaziergang zurückkehrte, fand er auf seinem Pkw einen Baum vor. Die Kameraden der Sternberger Wehr kamen zum Einsatz. Personen wurden nicht verletzt.

Unverletzt blieb auch eine Autofahrerin, die am Montagnachmittag mit ihrem Wagen auf der B 5 bei Vellahn mit einem großen Ast zusammenprallte. Der Ford der Frau wurde dabei jedoch beschädigt.

An der Kreisstraße 115 von Mestlin nach Kadow war ein Telefonmast gebrochen und drohte auf die Straße zu stürzen. Er wurde nur noch durch die Leitung gehalten. Die Mestliner Kameraden kürzten den Mast und befestigten ihn dann an einem Zaunmast provisorisch, damit die Leitung nicht reißt. Über die Leitstelle Westmecklenburg wurde die Telekom verständigt, um den Mast komplett zu erneuern.

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