Ludwigslust : „Sturmfrei“ für Schüler und Kreistagsmitglieder

Stürmische Zeiten für jeden, der gestern den Regenschirm aufspannen wollte.
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Stürmische Zeiten für jeden, der gestern den Regenschirm aufspannen wollte.

Angekündigter „Xaver“ war heftig, richtete gestern bis zum frühen Abend aber nur wenig Schaden an

svz.de von
06. Dezember 2013, 00:01 Uhr

Am frühen Nachmittag erreichte Sturmtief „Xaver“ gestern die Ludwigsluster Region und sorgte für erste Behinderungen im Straßenverkehr. Bei Blievenstorf und zwischen Warlow und Weselsdorf waren starke Äste oder Bäume auf die Straßen gestürzt. Bei Wöbbelin hatte der Sturm eine Ampelanlage an der Auffahrt zur Autobahn 24 verdreht. Die meisten Sturmschäden konnten kurzfristig beseitigt werden, führten jedoch zeitweilig zu Behinderungen, so die Polizei.

Vielen Schülern bescherte „Xaver“ einen frühzeitigen Feierabend. Am Ludwigsluster Goethe-Gymnasium fiel der Nachmittagsunterricht aus. An der Regionalschule „Peter Joseph Lenné“ waren von Morgens an alle Unterrichtsstunden um 15 Minuten verkürzt worden, so dass die sechste Stunde rund anderthalb Stunden früher als gewöhnlich zu Ende war. Heute können die Schüler gleich zu Hause bleiben. Wegen des Orkantiefs findet in ganz Mecklenburg-Vorpommern kein Unterricht an den staatlichen allgemeinbildenden und beruflichen Schulen statt. Das teilte das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur MV mit. Die Schulen seien allerdings für eine Notbetreuung geöffnet, die Lehrer anwesend. Im Landkreis Ludwigslust-Parchim entfällt am Freitag auch die Schülerbeförderung. Die Linienbusse im Nahverkehr fahren wie in den Schulferien, wie Landkreis-Sprecher Andreas Bonin mitteilte. (Informationen dazu unter www.vl-p.de). Auf Grund der Wetterlage sei auch im Linienverkehr mit Verspätungen und Ausfällen zu rechnen.

Bereits gestern hatte es diverse Absagen gegeben. So wurde die für den Abend geplante Sitzung des Kreistages Ludwigslust-Parchim verschoben. Das hatte Kreistagspräsidentin Gisela Schwarz in Abstimmung mit dem Präsidium gestern Vormittag entschieden. Die Sitzung soll mit identischer Tagesordnung nun am 7. Januar im Kreistagssaal in Parchim stattfinden. Die mit 24 Tagesordnungspunkten vergleichsweise lange Tagesordnung des Kreistages hätte voraussichtlich zu einem späten Ende der Sitzung geführt, hieß es in der Information. Kreistagsmitglieder, Verwaltungsmitarbeiter und Gäste hätten mitten in der Sturmnacht den Heimweg antreten müssen, sagte die Kreistagspräsidentin.

Die Dienststellen der Kreisverwaltung in Parchim und Ludwigslust waren wegen des Sturms gestern nur bis 16 Uhr geöffnet. Die längeren Donnerstag-Sprechzeiten entfielen. Viele Beschäftigte hätten einen vergleichsweise langen Fahrweg zwischen Wohnort und Arbeitsstätte, sagte der stellvertretende Landrat Wolfgang Schmülling. Unabhängig davon ist die Kreisverwaltung auf das nahende Orkantief vorbereitet. Auf Stabsebene seien alle Mitarbeiter in Rufbereitschaft, so der stellvertretende Landrat. Auch die Mitarbeiter der Kreisstraßenmeistereien in Parchim, Ludwigslust und Hagenow sind rund um die Uhr einsatzbereit. Und die Polizeireviere in der Region haben sich mit Verstärkungen auf „Xaver“ eingestellt, wie Klaus Wiechmann, Sprecher der Polizeiinspektion Ludwigslust, mitteilte.

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