Wittenburg : Stunde der Kaufentscheidung

Bisher noch ein Modell:  Neben der Wittenburger Skihalle sollen ein Feriendorf und 12000 Quadratmeter Verkaufsfläche entstehen.
Bisher noch ein Modell: Neben der Wittenburger Skihalle sollen ein Feriendorf und 12000 Quadratmeter Verkaufsfläche entstehen.

Alpincenter: Stadt und Van-der-Valk-Gruppe kurz vor Einigung über die Erweiterungsfläche

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13. März 2014, 17:33 Uhr

Nach Jahren der Ankündigungen und des Wartens ist nun in die lange geplante Erweiterung des Wittenburger Alpincenters Bewegung gekommen. Die Stadt Wittenburg und die holländische Van-der-Valk-Gruppe stehen kurz vor dem Kaufvertrag über die 26,5 Hektar Erweiterungsfläche. Auf dem seit Jahren reservierten Grundstück direkt an der Umgehungsstraße sollen die Schwimm- und Saunalandschaft sowie das Feriendorf an der Skihalle entstehen. Sowohl Bürgermeisterin Margret Seemann als auch Bob van den Nieuwenhuijzen, General Manager in Wittenburg, erklärten gegenüber der SVZ, dass man sich im Prinzip einig sei. „Wir bekennen uns mit diesem Kauf klar zu dem Projekt, zu dem die Schwimmhalle, das Feriendorf mit 110 Häusern, der Umbau der Außenanlagen aber auch das Outlet-Center gehören“, erklärte Nieuwenhuijzen. Das Projekt werde von Van der Valk in Kooperation mit dem holländischen Unternehmen „ontwickelfonds“ geplant und auch realisiert. Allein für die Planungen seien jetzt 2,5 Millionen Euro veranschlagt worden. Bürgermeisterin Margret Seemann will das Thema spätestens in der kommenden Woche abgeschlossen haben, nachdem in der vergangenen Woche ein Notartermin in letzter Minute scheiterte. „Wir brauchen Klarheit über die Fläche für das Projekt. Wir wollen auch, dass dort etwas entwickelt wird, aber wir konnten mit dem Verkauf nicht länger warten. Es gibt auch andere Interessenten.“ Bis gestern Nachmittag wartete Seemann noch auf den entscheidenden Anruf der Holländer. Angeblich, das betonen beide Seiten, ist man sich über die groben Dinge einig. Der Kaufpreis für die 26,5 Hektar soll bei einer Million Euro liegen. Allerdings verlangt die Stadt Klauseln, die einen spekulativen Weiterverkauf der Fläche unmöglich machen sollen. Zudem besteht die Stadt auf einer saftigen Strafzahlung, falls doch keine Schwimmhalle gebaut werden sollte. Der reguläre Kaufpreis ist zwar höher als ursprünglich vereinbart, aber dennoch bewusst niedrig gehalten. „Wir hoffen ja auf zweistellige Investitionen.“ Die wollen die Holländer auch leisten, sie lassen sich aber auf weitere Zeitpläne nicht ein. Das hänge auch von den nötigen Genehmigungen ab. Volker Wünsche, der Deutschlandsprecher der Gruppe, findet Misstrauen unangebracht. „Wir sind seit Jahren hier, haben schon Millionen investiert und wir haben nicht zuletzt in Linstow mit aktuell 450 000 Gästeübernachtungen pro Jahr bewiesen, dass wir es können.“

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