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Ludwigsluster Tageblatt

15. Dezember 2017 | 09:19 Uhr

liepe : Stühle reichten nicht für alle Gäste

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus gab traditionellen Neujahrsempfang in Liepe

svz.de von
erstellt am 13.Jan.2014 | 07:00 Uhr

Gleich zu Beginn entschuldigte sich Till Backhaus: „Ich hatte mit 90 Gästen gerechnet, doch es sind weit über 100 hier. Die Stühle reichen wohl nicht...“ Doch das machte überhaupt nichts. Die Stimmung auf dem Neujahrsempfang von Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister war von Optimismus geprägt.

Till Backhaus (SPD) hatte diesmal in die Gaststätte „Zur Waldschänke“ nach Liepe eingeladen. Abgesehen davon, dass die Region zu seinem Wahlkreis gehört, nannte er gegenüber SVZ noch einen anderen Grund für die Ortswahl: „Mir ist aufgefallen, dass der Zusammenhalt der Menschen hier in der Gegend sehr gut ist.“ Genau diesem Thema hatte Backhaus zuvor einen Teil seiner Begrüßungsrede gewidmet, als er sagte: „Ich werde nie in meinem Leben die Nacht vom 8. zum 9. Juni 2013 vergessen. Damals erfuhren wir, dass die Flut bei uns einen Höchststand von 8,12 Meter erreichen würde. Die Deiche waren aber nur für 7,60 Meter ausgelegt...Die Solidarität, die wir dann hier erlebt haben, die war fantastisch...“

Vor den Gästen, darunter zahlreiche Bürgermeister aus der Region, Ehrenamtler der Feuerwehren und Vereine, zog Backhaus eine positive Bilanz der vergangenen Jahre für den Landkreis. So seien von 2007 bis Ende 2012 insgesamt 162 Millionen Euro Fördermittel aus seinem Ministerium in die dörfliche Entwicklung des Landkreises geflossen. Davon seien 6208 einzelne Maßnahmen finanziert worden, darunter im Umwelt- und im Hochwasserschutz.

Hinsichtlich des ehemaligen Truppenübungsplatzes Lübtheen gehe er davon aus, dass der Platz in Landeseigentum übernommen werde. Der Minister ging auch auf die Wölfe in der Lübtheener Region ein: „Es gibt ein Wolfspaar auf dem Gelände des früheren Truppenübungsplatzes, aber ohne Welpen. Wer nicht begreift, dass eine vor vielen Jahren ausgestorbene Tierart wieder zu uns kommt, sollte in sich gehen.“ Und mit einem Augenzwinkern: „Wenn sich die Wölfe aber nicht an bestimmte Gegebenheiten halten, müssen wir mit ihnen ein Gespräch führen.“

Zum Schluss gab Till Backhaus einen ganz persönlichen Einblick in seine Seele, als er sagte: „Ich bin froh, endlich da angekommen zu sein, wo ich immer sein wollte – eine intakte Familie zu haben.“ Der 18 Monate alte Richard würde ihm und seiner Frau Ivonne viel Spaß bereiten.

Landrat Rolf Christiansen nannte den Start ins neue Jahr im Landkreis erfolgreich. Seit Anfang Januar seien bereits 31 Bauanträge für Wohn- und bedeutende Gewerbebauten eingegangen. Die Identität der Menschen mit ihrer Region zeige auch, dass viele Autofahrer mit dem neuen Kennzeichen „LUP“, aber auch zum Beispiel wieder mit „HGN“, „LBZ“ oder „STB“ unterwegs seien. Als Ziele nannte Christiansen, die Bürgernähe auszubauen. Dazu gehöre die Einführung der einheitlichen Behördennummer „115“ im Landkreis. Der Landrat setzt sich dafür ein, dass der ÖPNV nicht nur auf die Schulen ausgerichtet wird. „Wir müssen auch neue Bedienformen für Ältere anbieten“, sagte er hinsichtlich von Busverbindungen im Landkreis. Ausdrücklich setzte sich Christiansen für den Erhalt der Südbahn ein.

Musikalisch umrahmt wurde der Empfang vom Musikhof Alt Jabel. Unter der Leitung von Ulrike und Martin Keller zeigten vier Kinder im Alter von 9 bis 13 Jahren ihr Können auf den Instrumenten. Die Jagdhornbläser des Hegerings Malliß-Dömitz ließen typische Signale ertönen. Für kulinarischen Genuss sorgte das Team der „Waldschänke“ mit einem kräftigen Wildgulasch.

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