Ludwigslust : Straßenausbau: Anlieger reden mit

Abschnitt der Naumann-Allee soll ausgebaut werden. Wünsche der Bürger fließen in die Planung ein.

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03. Mai 2017, 07:00 Uhr

Asphalt oder Pflaster? Mehr Grün oder mehr Parkplätze? Bei diesen – und einigen anderen – Fragen rund um den Ausbau ihrer Straße durften die Anwohner des Stückchens Friedrich-Naumann-Allee zwischen Schlossfreiheit und dem Parkplatz an der Bleiche mitreden. Bei einer Bürgerwerkstatt vor Ort hatte Jens Gröger, Fachbereichsleiter Tiefbau bei der Stadtverwaltung, die Ideen und Anforderungen der Anlieger eingesammelt. „Sie fließen jetzt in die weitere Planung ein“, so Gröger. „Wir versuchen, dass Meinungsbild der Bürger umzusetzen.“

Der kurze Straßenabschnitt (Alte Molkerei) befindet sich in einem schlechten Zustand. Die Fahrbahn ist zum Teil asphaltiert, zum Teil gepflastert und beide Bereiche sind nicht mehr intakt. Das Gleiche gilt für den Gehweg, der in einem Abschnitt gepflastert, im anderen mit Gehwegplatten befestigt ist. „An vielen Stellen gibt es Schäden, insbesondere im Bereich des Baumes“, so Jens Gröger. Wie dessen Zukunft aussieht, soll auf Grundlage eines Gutachtens zur Stand- und Bruchsicherheit entschieden werden. „Möglicherweise kann er nicht stehen bleiben“, so der Fachbereichsleiter.

Für die künftige Gestaltung der gut 100 Meter langen Straße haben sich bereits einige Tendenzen abgezeichnet. „Hinsichtlich der Fahrbahn sind die Bürger eher für Betonpflaster als für Asphalt“, so Gröger. „Und sie sprachen sich mehrheitlich eher für Straßenbegleitgrün als für Parkplätze aus.“ Planer und Bauamt prüfen aber, ob sich nicht beides verbinden lässt. „Wir könnten uns vorstellen, den Seitenstreifen so zu begrünen, dass er zwischen den Bäumen auch zum Parken genutzt werden kann“, erklärt Jens Gröger. Im Zuge der Bauarbeiten wird zudem der Regenwasserkanal gebaut.

Bis zum Herbst dieses Jahres soll die Entwurfsplanung für die Naumann-Allee in diesem Bereich vorliegen. Dann können sich andere Behörden und Institutionen dazu äußern. Und dann seien auch konkretere Aussagen zu den Kosten möglich. Nicht unwichtig für die Anlieger, denn die Straße befindet sich nicht im Sanierungsgebiet. Damit kommen auf sie Ausbaubeiträge zu. Sie liegen bei solchen Anliegerstraßen bei rund 75 Prozent der Kosten. Und die belaufen sich nach ersten groben Schätzungen auf knapp 200 000 Euro. „Wenn der Haushalt der Stadt es zulässt und die Stadtvertreter es wollen, könnten wir im kommenden Jahr bauen“, so Gröger.

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