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Bresegard bei Eldena : Straße in Bresegard als „Seenplatte“

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Gemeinde lädt Minister Christian Pegel zum Thema Ortsdurchfahrt L07 erneut zu einem Ortstermin ein

von
erstellt am 26.Aug.2017 | 16:00 Uhr

„So wie der Zustand unserer Straße jetzt ist, können wir nicht mehr lange warten“, so Gerhard Minke in der kleinen Runde von Anliegern im Dorfgemeinschaftshaus in Bresegard. Bürgermeister Eckhard Schulz, Karl-Heinz Ahrendt, Horst Fehrendt, Friedrich Güritz und Anke Noak hatten sich zu einem Ortstermin mit der SVZ getroffen – Thema an diesem Abend war, wie es nun mit der Ortsdurchfahrt L07 in Bresegard bei Eldena weitergeht. „Die Planung für den Bau der neuen Ortsdurchfahrt wird sich noch mehrere Jahre hinziehen, aber wir wollen eine kurzfristige Zwischenlösung haben“, so Horst Fehrendt. Diese bezieht sich auf eine möglichst schnelle und haltbare Ausbesserung der Straße durch Asphaltierung, die in den letzten Wochen durch übermäßigen Schwerlastverkehr und starke Regenfälle noch mehr gelitten hat.

Ihre Vorstellungen zum brisanten Thema Ortsdurchfahrt L07 haben die Bresegarder nun in einem Schreiben an Minister Christian Pegel zusammengefasst. „Im Mai dieses Jahres hatten wir eine öffentliche Auslegung der Planungsunterlagen. Gegen die vorgelegten Planungen gab es seitens der Gemeindevertretung und auch vieler Einwohner Widersprüche. Wie geht es mit dem Bau unserer Ortsdurchfahrt nun weiter? Das fragen die Bürger unseres Dorfes, aber auch Durchfahrende. Antworten auf die Widersprüche sind bei noch keinem Bürger eingegangen“, heißt es in dem Brief.

Besonders in diesem nassen Sommer gibt es regelrechte „Seenbildung“ im Bereich der Fahrbahn. „Der übermäßige Lkw-Verkehr aus der Umleitung durch Sperrung der Ortslage Eldena ging schließlich über unsere Dorfstraße und über den Ortsteil Vornhorst, daraus resultierende Straßenschäden sind bereits deutlich sichtbar“, so Gerhard Minke, der in Vornhorst wohnt und im Zusammenhang mit der L07 immer wieder von einer der schlechtesten Landesstraßen Deutschlands spricht. Fotos vom aktuellen Zustand der Ortsdurchfahrt sind dem Schreiben an Minister Pegel als Anlage beigefügt.

Reparaturversuche seitens des Landesstraßenbauamtes durch das Auffüllen mit Splitt sind aus Sicht der Anwohner völlig fehlgeschlagen. „Der Splitt ist quasi wieder verschwunden. Wie kann sich bei diesem Regenwetter irgendwo dieser Splitt festigend auf dem Straßenkörper einbauen lassen? Ein positiver Effekt ist jedenfalls nicht gegeben, aber Verschmutzung des Straßenrandes mit eben diesem Splitt“, so Gerhard Minke. „Im Interesse der Bürger und der Durchfahrenden schlagen wir als Provisorium vor, die Fahrbahn der L07 in der Ortslage mit einer Bitumenschicht zu überziehen“, heißt es weiter im Schreiben der Gemeinde Bresegard, das von Bürgermeister Eckhard Schulz unterzeichnet ist. Das hätte die Vorteile, dass ein geräuscharmes Abrollen von Fahrzeug-Reifen wieder möglich ist, dadurch Lärmminderung, Reduzierung von Fahrzeugschäden und Eindämmung der Erschütterungen an den Häusern. Alle Bäume können vorerst stehen bleiben und dabei ihrem natürlichen Alterungs-Tod näherkommen. Nach mehreren Jahrzehnten des ständigen Hin und Her betreff der Sanierung der Ortsdurchfahrt, so ist im Schreiben weiter zu lesen, wäre wieder Luft für ein weiteres Jahrzehnt geschaffen und die Enteignung der Grundstückseigentümer, die ihr Land nicht freiwillig verkaufen wollen, könnte in Ruhe gerichtlich organisiert werden. Denn bliebe das Landesstraßenbauamt bei den bisherigen Planungen, die nur umsetzbar sind durch Inanspruchnahme von privatem Grundbesitz, werde sich das Verfahren noch eine lange Zeit hinziehen. Die Gemeinde möchte Minister Pegel hiermit noch einmal zu einem Vor-Ort-Gespräch und Besichtigung nach Bresegard bei Eldena einladen, bei seinem letzten Besuch im Juli 2014 hatte das der Minister den Bresegardern auch zugesichert. „Ihre Meinung, Herr Minister, und letztlich Ihre Entscheidung ist uns besonders wichtig“, heißt es im Schreiben weiter.

„Geht die vom Straßenbauamt bisher vorgelegte Vorplanung in das Planfeststellungsverfahren über, wird die Dorfstraße, unsere Dorfmitte, dauerhaft verschandelt“, ergänzt Gerhard Minke. „Eine von uns gewünschte Allee ist dann nicht mehr möglich“, lässt sich dazu Hans-Christian Wiedow vernehmen. „Es entstehen neue, erhebliche Verkehrsgefährdungen. Aus unserer Sicht besteht kurzfristiger Handlungsbedarf, entweder ein Neubau oder eben das oben genannte Provisorium mit einer Bitumenschicht.“




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