Grabow/Neustadt : Strafverfahren nach riskantem Badespaß

Jugendliche springen in Grabow von der Hubbrücke ins Wasser – Ähnlicher Fall an der Autobahn bei Neustadt-Glewe

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22. Juni 2019, 05:00 Uhr

Badespaß mit Nachspiel. Fast zeitgleich kam die Polizei am Dienstag an zwei Stellen zum Einsatz, weil Jugendliche unerlaubterweise ins kühle Nass sprangen.

Eine erste Anzeige kam vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt, weil Jugendliche von der Hubbrücke in der Grabower Altstadt ins Wasser sprangen. „Das Ganze passierte, während auf der Müritz-Elde-Wasserstraße der Schiffsverkehr lief“, berichtet Gilbert Küchler, Leiter des Polizeihauptreviers Ludwigslust. Eine Streifenwagenbesatzung rückte an und konnte mehrere Jugendliche zwischen etwa 14 und 16 Jahren vor Ort feststellen. „Gegen die Jugendlichen wird ein Strafverfahren eingeleitet“, so Küchler. Der Vorwurf lautet: Eingriff in den Schiffsverkehr.

Ähnliches Spiel fast zur gleichen Zeit an der Brücke im Zuge der Autobahn 24 über die Müritz-Elde-Wasserstraße. „Mehrere Autofahrer hatten über Notruf informiert, dass dort Kinder oder Jugendliche vom Brückengeländer aus ins Wasser springen“, so Küchler. Die eingesetzten Streifenwagenbesatzungen trafen vor Ort mehrere Jugendliche im Alter zwischen 15 und 17 Jahren aus Neustadt-Glewe an. „Sie waren nicht mehr im Wasser, hatten aber noch ihre nasse Schwimmkleidung an“, erklärt der Revierleiter. Die Polizisten nahmen die Personalien auf. Gegen diese Jugendlichen wurde Ordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt. „Eine Gefährdung des Straßen- oder Schiffsverkehrs konnte nicht festgestellt werden“, so Küchler. „Allerdings haben sich die Jugendlichen selbst gefährdet, unter anderem, weil sie als Fußgänger auf der Autobahn unterwegs waren.“ Aber auch weil das Baden im Bereich von Brücken gefährlich ist. „Nicht umsonst ist es verboten.“ Zumindest in Grabow war der Fall kein Einzelfall.

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