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Ludwigsluster Tageblatt

22. November 2017 | 21:38 Uhr

neustadt-glewe : Stolz auf das „Seepferdchen“

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Wasserrettungsdienst des Arbeiter-Samariter-Bundes organisierte Schwimmkurs im Barracuda-Beach am Neustädter See

von
erstellt am 19.Aug.2014 | 19:00 Uhr

„Das machst Du gut, Emma. Jetzt eine Kurve schwimmen...!“ Gabi Badel-Stiehler verfolgt von der Brücke aus jeden Schwimmzug der Fünfjährigen. Emma hat gerade Schwimmen gelernt und kann bereits ohne Sicherungsleine ins etwas tiefere Wasser.

Erstmals hat der ASB-Wasserrettungsdienst in diesem Jahr die Absicherung der Badesaison im Barracuda-Beach am Neustädter See übernommen. Mike Stiehler, Kreisleiter des Wasserrettungsdienstes vom ASB-Kreisverband Schwerin-Parchim e. V. : „Wir sind im Durchschnitt mit zwei Rettungsschwimmern vor Ort. Bei besonderen Ereignissen , wie zuletzt dem Air-Beat-Festival, sind aber bis zu 4000 Badegäste hier. Dann kommen hier am Neustädter See auch bis zu zehn Rettungsschwimmer zum Einsatz.

Doch jetzt hatten die ASB-Rettungsschwimmer einen ganz besonderen Einsatz im Barracuda-Beach: Sie brachten Kindern das Schwimmen bei. Eine Woche lang wurde täglich drei Stunden lang mit den Mädchen und Jungen im Alter ab 5 Jahre geübt. Am ersten Tag lernten die Kleinen Baderegeln, theoretische Grundlagen des Schwimmens, wie man im Wasser richtig atmet, Arme und Beine bewegt. Dann ging es auch schon in die Fluten. Mike Stiehler: „Hier zeigte sich, wer bereits über individuelle Fähigkeiten verfügt. Dementsprechend teilten wir die Kinder in Gruppen ein.“

Um ein Gefühl der Sicherheit zu bekommen, erhielten die Kinder einen Schwimmgürtel mit Schaumstoff-Auftriebskörpern umgeschnallt. Zusätzlich gab es eine sogenannte Bodyleine, mit der die Rettungsschwimmer von der Brücke aus Kontakt zu den kleinen Schwimmern hielten.

Lara (6) hat in den vergangenen Tagen Schwimmen gelernt und das Seepferdchen erhalten. „Ich habe schon immer im See geübt. Angst habe ich keine, nur ein bisschen“, sagt die Kleine. Christian (5), der die Prüfung für das Seepferdchen und das Schwimmabzeichen in Bronze abgelegt hat, meint selbstbewusst: „Nächstes Mal schaffe ich die Schwimmstufe in Silber und in Gold.“

Für die Seepferdchenprüfung müssen die Kinder 25 Meter ohne Hilfe schwimmen und Sand aus schultertiefem Wasser holen. Gabi Badel-Stiehler: „Ziel des Schwimmkurses ist es, den Kindern zu vermitteln, was sie mit Armen und Beinen im Wasser machen müssen. Natürlich gibt es hier und da noch Koordinierungsprobleme in der Schwimmtechnik. Kein Kind geht aber aus dem Kurs, ohne etwas gelernt zu haben. Jetzt kommt es darauf an, dass die Mädchen und Jungen im Winter möglichst weiter üben. Im nächsten Jahr können sie dann erneut am Kurs teilnehmen und ihre Fähigkeiten ausbauen. Übrigens bilden die ASB-Rettungsschwimmer jährlich mehr als 1250 Schwimmer in der Region aus.

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