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Geflügelschlachtbetrieb nach Fusion erweitert : Stolle Brenz: Arbeitsplätze gesichert

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Die Franziska Stolle GmbH & Co. Brenz KG ist kein reinrassiger Familienbetrieb mehr. Um die Spitzenposition unter den Marktführern zu sichern, hat sie mit der niederländischen Plukon Food Group fusioniert.

svz.de von
erstellt am 26.Jan.2012 | 10:42 Uhr

Brenz | Die Franziska Stolle GmbH & Co. KG mit Stammsitz in Brenz ist kein reinrassiges Familienunternehmen mehr. Um die Spitzenposition unter den deutschen drei Marktführern zu sichern, haben die beiden Gesellschafter, Waltraud Stolle-Beneke und Werner Stolle, mit der niederländischen Plukon Food Group zu Jahresbeginn fusioniert. Der Brenzer Lieferant für Markengeflügel und Geflügelspezialitäten hatte damit den gewünschten strategischen Partner gefunden, um wirtschaftlich sicher in die Zukunft blicken zu können.

Zu Jahresanfang war ein Verhandlungsmarathon mit mehreren Unternehmen beendet. Während die Stolle GmbH nun nur zu 40 Prozent dem Stolle-Geschwisterpaar gehört, besitzt die Plukon Group die absolute Mehrheit. Deren Tochterunternehmen, die Friki GmbH in Storkow und die Friki GmbH in Döbelin sind nunmehr direkte Partner der Stolle GmbH.

Die Folgen für Stolle sind überaus viel- und erfolgversprechend, wie Waltraud Stolle-Beneke gegenüber der SVZ erläuterte: Der Gesamtumsatz der drei Stolle-Betriebe in 2010 lag bei 370 Millionen Euro. Für das aktuelle Wirtschaftsjahr soll der Gesamtumsatz der Plukon Gruppe und von Stolle auf 1,2 Milliarden Euro anwachsen, erwartet Franz-Jürgen Beneke von der Geschäftsleitung. Gesichert sind die Stolle-Standorte und die Arbeitsplätze. Es zeichnet sich ab, so Beneke, dass zu den 450 eigenen Beschäftigten und den 150 Leiharbeitskräften in Brenz kurzfristig weitere Anstellungen notwendig werden könnten, da die täglichen Schlachtungen von derzeit 160 000 Hähnchen um 30 000 Tiere erweitert werden soll. Hinzu kämen weiterhin 9000 Puten, die in dieser Stückzahl täglich verarbeitet würden, nennt Beneke die künftigen Eckdaten der Tagesproduktion. Hinzu kommen komfortable Vermarktungsmöglichkeiten, für Friki wie für Stolle. Im großen Verbund unter dem Dach von Plukon wächst die Stolle GmbH bei den Schlachtzahlen zum größten europäischen Unternehmen auf; deutschlandweit bedeutet dies nach Wiesenhof den zweiten Rang, mit der Option ganz vorn zu landen. Dafür sprechen Synergieeffekte, die zwangsläufig durch das partnerschaftliche Wirtschaftskonzept entstehen: "Ein- und Verkauf können mit völlig neuen Kalkulationen realisiert werden, da insgesamt 16 Betriebe am Markt einheitlich auftreten", beginnt Beneke aufzuzählen. "Das Sortiment und die Mengenanzahl erlauben ein anderes Taktieren beim Marketing. Und uns steht ein erstklassiges Management zur Seite." "Nicht zuletzt bleiben wir als Stolle GmbH MecklenburgVorpommern treu, sorgen für Arbeitsplätze und Ausbildungsmöglichkeiten für sechs Berufe. Wir sehen zudem noch weiteres Wachstum. Die Stolle GmbH ist nach der Fusion mit dem neuen Partner für die Zukunft gut aufgestellt", blickt Waltraud Stolle-Beneke optimistisch in die wirtschaftliche Zukunft. Es sei sogar eine Ausweitung auf dem französischen Markt angedacht.

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