Ludwigslust : Stören die ICE die Fahrstühle?

Sorgen die vorbeifahrenden ICE dafür, dass die Fahrstühle immer wieder bocken? Das wird derzeit geprüft.
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Sorgen die vorbeifahrenden ICE dafür, dass die Fahrstühle immer wieder bocken? Das wird derzeit geprüft.

Aufzugsbauer soll bis Mitte Januar Prüfergebnisse vorlegen

svz.de von
19. Dezember 2013, 07:00 Uhr

Rund 2,1 Millionen Euro hat die Fußgängerbrücke über die Bahngleise, einschließlich der anfälligen Fahrstühle, die Stadt gekostet. Doch so richtig glücklich ist bisher niemand damit geworden – nicht die Stadtverwaltung, nicht die Stadtvertreter und schon gar nicht die Ludwigsluster, die die Bahnquerung gern regelmäßig nutzen würden. Doch seit der Freigabe des Bauwerks vor fast genau einem Jahr gibt es immer wieder Probleme. In dieser Woche ist zum ersten Mal eine Person stecken geblieben (SVZ berichtete).

Nach der Freigabe waren zunächst an beiden Seiten die Motoren der Fahrstühle defekt und mussten ausgetauscht werden. Dann funktionierten die Relais an den Aufzugstüren nicht vernünftig. Vor rund drei Wochen musste ein Gleichrichter ausgetauscht werden. „Völlig untypisch. Ein Gleichrichter geht selten kaputt“, erklärte Jens Gröger, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung bei der Stadtverwaltung Ludwigslust. Ein bis drei Ausfälle pro Jahr seien – statistisch gesehen – für solche Fahrstühle normal. Die Ludwigsluster Anlage hat, vor allem wegen der Motorenprobleme, innerhalb von zehn Monaten mehr als 50 Ausfalltage gehabt.

Eine schlüssige Erklärung, warum es an beiden Aufzugsanlagen immer wieder zu Störungen kommt, hat bislang weder die Stadtverwaltung noch der Liftbauer. Es werde derzeit geprüft, ob „ein Zusammenhang zu den Hochgeschwindigkeitszügen besteht, die mehrfach täglich… mit höchster Geschwindigkeit vorbeifahren und dadurch elektromagnetische Felder erzeugen…“, heißt es in einer Erklärung der Aufzugsfirma, die auf der Homepage der Stadt veröffentlicht ist. Aber wenn schon. In der Leistungsbeschreibung zum Bauvertrag sei diese Besonderheit ausreichend beschrieben, so Gröger. „Wir wollen ein fehlerfrei funktionierendes Bauwerk. So haben wir es bestellt und bezahlt.“

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