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Energiewende : Stimmung in Gemeinden zu Windrädern leicht positiv

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Verbandsversammlung des Regionalen Planungsverbandes nimmt Stimmungsbild entgegen

Windkraft spielte die Hauptrolle bei der 52. Verbandsversammlung des Regionalen Planungsverbandes Westmecklenburg, die im Ludwigsluster Landratsamt stattfand. Die zahlreichen Besucher erwarteten mit Spannung die Ergebnisse der informellen Vorabbeteiligung der Gemeinden. Die Akzeptanz der Windräder in der Bevölkerung hängt der Planungsverband sehr hoch.

Er ist für das Planungsverfahren zuständig. Grundlage ist das „Regionale Raumentwicklungsprogramm Westmecklenburg“, eine Landesverordnung aus dem Jahre 2011. Die reicht nicht mehr aus, ist doch die Zeit der Erneuerbaren Energien sehr schnelllebig. Ende Februar dieses Jahres hat die Verbandsversammlung des Regionalen Planungsverbandes beschlossen, das Kapitel „6.5 – Energie“ des Raumentwicklungsprogramms fortzuschreiben. Es sollen unter anderem Eignungsgebiete für Windenergieanlagen festgelegt werden. Die jetzt durchgeführte informelle Vorabbeteiligung der Gemeinden ist nicht mehr, aber auch nicht weniger als eine Stimmungsmessung in der Bevölkerung.

Mit dem förmlichen Planungsverfahren hat dies noch nichts zu tun, stellt Rolf Christiansen, der Vorsitzende des Regionalen Planungsverbandes, klar. Von großem Interesse ist dieses Stimmungsbild dennoch, unterstreicht Dr. Jan Thiele von der Kanzlei Dombert Rechtsanwälte aus Potsdam. Nach seinen Worten ist der Wunsch der Gemeinden nach deutlich mehr Einflussnahme auf die Windenergie-Kulisse deutlich geworden. Basis der Befragung war der erste Vorentwurf des fortgeschriebenen Energiekapitels. „55 Potenzialsuchräume sind identifiziert worden. 127 Stellungnahmen gingen ein, davon 70 positive. Zurzeit sind 13 Neuausweisungen von Windeignungsgebieten beantragt“, nannte Thiele einige Zahlen.

Zu den hauptsächlichen Bedenken aus der Befragung heraus gehören Befürchtungen, Windräder würden zur Beeinträchtigung der Lebensqualität führen. Mindestabstände sind ebenfalls häufiges Diskussionsthema. Thiele hat bereits unterstrichen, dass es bei naturschutzfachlichen Fragen noch ständig Änderungen geben werde. Ein Problem sei zum Beispiel, dass es keine regionsweite Rotmilan-Kartierung gebe. Was bedeuten könnte, dass Gebiete, in denen geschützte Arten, wie der Schwarzstorch, nisten, noch nicht von vornherein außen vor sind. Nach vorsichtigen Schätzungen wird es einen belastbaren Entwurf der Flächenkulisse im Dezember geben.

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