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Ludwigsluster Tageblatt

19. November 2017 | 19:08 Uhr

Lüblow : Stimmgewaltig und mitbestimmend

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Höhepunkt des Verbandstages in Lüblow war Festveranstaltung zum 25-jährigen Bestehen des Kreislandfrauenvereins Ludwigslust

von
erstellt am 27.Mär.2017 | 21:00 Uhr

„Stimmgewaltig. Mitbestimmend. Mittendrin“ – und das stellten die Teilnehmerinnen beim Verbandstag des Landfrauenverbandes MV am Sonnabend wahrlich unter Beweis, als die „Sangesfreudigen Landfrauen“ mit ihrem Programm den Auftakt der dlv-Jahresaktion „Jeder kann singen“ für Mecklenburg-Vorpommern gaben.

101 Frauen hatten sich im Multifunktionszentrum in Lüblow eingefunden. Um sich zunächst einen Fachvortrag zur Vereins- und Satzungsgestaltung anzuhören, ehe es dann zu den Ehrungen verdienter Landfrauen kam, die sich tagtäglich in ihren Vereinen und Gemeinden engagieren. „Im Landesfrauenverband MV haben wir mehr als 1000 Mitglieder, zehn Prozent sind heute hier in Lüblow“, sagte Birgit Kraus. Sie selbst ist seit 2012 Vorsitzende des Kreislandfrauenvereins Ludwigslust. Und freute sich besonders, dass zu den drei Ausgezeichneten, die die Ehrennadel des Landesverbandes MV erhielten, auch Hannelore Seemann aus Picher gehörte. Aber der eigentliche Höhepunkt des Tages war ein ganz besonderes Jubiläum: Der Kreislandfrauenverein Ludwigslust feierte das 25-jährige Bestehen. Heute auf den Tag genau am 27. März 1992 wurde der Verband ins Leben gerufen – es war vor allem Wera Festners Verdienst, die dann Jahrzehnte als Vorsitzende wirkte. Birgit Kraus erinnert an das Gründungstreffen im Trockenwerk Eldena, an viele Höhepunkte, Veranstaltungen, Ereignisse, die in den zurückliegenden zweieinhalb Jahrzehnten für Gesprächsstoff sorgten. „Ich habe da in die Chronik geschaut, die heute hier ausliegt, gemeinsam mit einer kleinen Bildergalerie“, sagte Birgit Kraus.

„Ja, was haben wir als Verein gemacht?“ fragte sie in die große Runde. „Weihnachtsfeiern, Besuche bei der Grünen Woche, haben jedes Jahr unseres Jahrestag gefeiert. Haben 1992 am Erntekronenwettbewerb zum Tag der Deutschen Einheit teilgenommen und den 1. Platz gemacht.“ Sind beim Landfrauentag am Bodensee dabei gewesen und haben mit dem Chor der „Sangesfreudigen Landfrauen“ bei so manchen Veranstaltungen, wie 1000 Jahre Mecklenburg in schmucken Trachten und frischen Liedern für ein schönes musikalisches Programm gesorgt. „1995 hat sich der Landrat Rolf Christiansen vorgestellt, auch das ist hier in der Chronik im Bild festgehalten“, erwähnt Birgit Kraus. Und den Landrat wird es gefreut haben, war er doch bei der Festveranstaltung in Lüblow als Ehrengast mit dabei. „Herzliche Glückwünsche zu den 25 Jahren“, so Rolf Christiansen. „Ich habe gute Erinnerungen an den Verband. Ich möchte allen Landfrauen Dank sagen für ihr gesellschaftliches Engagement im Verband, in den Ortsgruppen“, sagte der Landrat und übergab eine finanzielle Anerkennung an die Vorsitzende Birgit Kraus. „Für jedes Jahr zehn Euro“, schmunzelte Rolf Christiansen. Dr. Margret Seemann, Bürgermeisterin der Stadt Wittenburg und auch Mitglied im Kreislandfrauenverein, überreichte einen Umschlag mit jeweils zehn mal zehn Euro. Blumen und ein Präsent gab es von Dr. Heike Müller, der Landeschefin. „Wera, du kannst stolz darauf sein, was du hier aufgebaut hast“, sagte die Vorsitzende des Landfrauenverbandes MV.

Marion Zinke, die neue Chefin der Abteilung Landwirtschaft und ländliche Räume im Agrarressort, überbrachte im Namen von Agrarminister Dr. Till Backhaus die herzlichsten Grüße und besten Wünsche für die Zukunft. Unter den Ehrengästen waren auch zwei Frauen aus dem Ludwigsluster Partnerlandkreis Borken, die seit eben diesen 25 Jahren auch ein enger Kontakt mit Ludwigslust verbindet. Sie überreichten Birgit Kraus eine Broschüre, in der vor 25 Jahren das erste Treffen der Landfrauen aus Ludwigslust und Borken festgehalten wurde – mitgebracht hatten sie auch leckeren Likör aus ihrer Region. „Zum ersten Treffen in Borken vor 25 Jahren, zur Generalversammlung des Kreislandfrauenvereins, sind wir mit 400 Frauen hingefahren“, liest Wera Festner aus der Chronik vor. „Eine unbeschreibliche Atmosphäre, für mich war Borken immer schon ein Anreiz, auch so etwas hier auf die Beine zu stellen.“

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