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Friedrichsmoor/Loosen : Stelldichein der Keramik-Künstler

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Der Südwestmecklenburgische Töpfermarkt im Park des Jagdschlosses Friedrichsmoor erlebt am 7. und 8. Mai seine vierte Auflage

svz.de von
erstellt am 07.Apr.2016 | 17:00 Uhr

Christoph und Melanie Bader haben sich Salz glasiertem Steinzeug verschrieben. Die Palette reicht von schlichten geometrischen Dekoren, über freie grafische Gestaltung bis hin zu vollflächig dekorierten, oft karierten Stücken, die in ihrer Keramikwerkstatt in Loosen entstehen. All das und vieles mehr aus ihrem Brennofen wird beim Töpfermarkt in Friedrichsmoor am ersten Maiwochenende zu sehen sein. „In den vergangenen Wochen haben wir schon mal den blauen Frühlingshimmel auf die Töpfe gebracht“, so Christoph Bader. Dieses weit über die Grenzen unseres Landkreises hinaus bekannte Event wird wieder tausende Besucher in ihren Bann ziehen. Schauen, durch den Park bummeln, mit Künstlern fachsimpeln und schöne Dinge kaufen - all das sorgt für ein stimmungsvolles Ambiente.

Japanische Raku-Keramik, bunt glasierte und bemalte Irdenware, Steinzeug und handgefertigte Küchenkeramik, fantasievoll gestaltetes Kindergeschirr, Salz glasiertes Steinzeug aus dem Holzbrand sowie feines Porzellan - das bietet der Südwestmecklenburger Töpfermarkt in Friedrichsmoor. Dieser findet am 7. und 8. Mai statt. „40 sorgfältig ausgewählte, professionelle Aussteller aus ganz Deutschland präsentieren die gesamte Bandbreite keramischen Schaffens“, sagte Christoph Bader, der zusammen mit seiner Frau Melanie, die in Loosen eine Keramikwerkstatt haben, den Töpfermarkt aus der Taufe hob. „Nicht zu vergessen sind die teils großformatigen keramischen Skulpturen und Objekte. Weiterhin gibt es wieder ,spezielle Gäste‘ mit Schmuck, Holzbildhauerei, gewebten Textilien und Pflanzen.“ An beiden Tagen beginnt der Markt um 10 Uhr, am Sonnabend endet er um 18 Uhr, am Sonntag dann um 17 Uhr.

Die Geschichte um die Anfänge des Töpfermarktes begann vor mehr als vier Jahren. „Wir hatten uns damals in Loosen, einem Ortsteil der Gemeinde Alt Krenzlin, niedergelassen und kamen bei der Suche nach einem Deckhengst für unsere Pferdestute mit der Familie Stang in Friedrichsmoor ins Gespräch. Für unser Vorhaben, einen Töpfermarkt ins Leben zu rufen, hatte sie ein offenes Ohr und so wurde die Idee Wirklichkeit. Nun gibt es schon die vierte Auflage des Töpfermarktes.“

Und die Vorbereitungen auf dieses Ereignis laufen bei Detlef Stang, der zusammen mit Ehefrau Sylvia Inhaber und Betreiber des Jagdschlosses ist, auf Hochtouren. „Wir können nun den Park harken und säubern und alles schick machen für die Besucher des Töpfermarktes.“ Das Ereignis kommt an, das zeigen die Besucherzahlen. Allein im vergangenen Jahr waren es mehr als 6000 Besucher. „Der Töpfermarkt hat einen sehr hohen Bekanntheitsgrad, die Leute kommen gern hierher. Und das ist auch gut für den Tourismus“, so Detlef Stang. Mittlerweile gibt es mehr Bewerber als Standplätze. „Vertreten sind in Friedrichsmoor fast alle Bundesländer. Die meisten der Keramiker, die hier ausstellen, kennen wir persönlich. In diesem Jahr werden wir auch eine neue Kollegin aus Bayern begrüßen, die von diesem Event durch Mundpropaganda erfahren hat“, so Christoph Bader.

Wie in den vergangenen Jahren gibt es wieder einen Kollegenwettbewerb. Das Thema in diesem Jahr: „Es war eine Lieb’ zwischen Füchsin & Hahn ... Betrachtungen über übergriffige Waldbewohner“. Das diesjährige Wettbewerbsthema, so Christoph Bader, geht zurück auf die von „Hein & Oss“gesungene Version der Ballade vom Förster und der Gräfin von Bertolt Brecht. „Die CD ,Lieder, Balladen & Songs von Bertolt Brecht’ begleitet uns schon viele Jahre, der Bezug zum Thema Wald, Forst und Jagd sollte also gegeben sein“, meint Christoph Bader.






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