Grabow : Steine aus dem Weg geräumt: B-Plan geändert

Insgesamt stehen 22 Baugrundstücke im Grabower Baugebiet „Westliche Altstadt“ zur Verfügung.   Grafik: Stepmap,123map, OpenStreetMap, ODbL 1.0
Insgesamt stehen 22 Baugrundstücke im Grabower Baugebiet „Westliche Altstadt“ zur Verfügung. Grafik: Stepmap,123map, OpenStreetMap, ODbL 1.0

Baugebiet „An der Goldleiste“ in Grabow: Dachform und -neigung nun aus der Satzung herausgenommen

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20. März 2018, 21:00 Uhr

Zwischen 490 und 1300 Quadratmetern – das sind die Grundstücksgrößen im Baugebiet „Westliche Altstadt“ in Grabow. In unmittelbarer Nähe zur Müritz-Elde-Wasserstraße sollen in naher Zukunft Häuser entstehen, 22 Grundstücke sind es insgesamt. Nach einem Investorenwechsel ist die Elde Grund Projektentwicklung GmbH aus Neustadt-Glewe für das Baugebiet verantwortlich. Derzeit – soweit das Wetter es zulässt – laufen die Erschließungsarbeiten. Diese sollen Ende April, Anfang Mai abgeschlossen sein, so Geschäftsführerin Claudia Christ im Gespräch mit der SVZ.

Die ersten Grundstücke sind bereits verkauft. Bauanträge beim Amt Grabow gestellt. Genau dabei stellte sich ein Problem heraus. „Wir hätten schon beim ersten Bauantrag eine Ausnahme machen müssen“, erklärt Bürgermeister Stefan Sternberg. Grund: Die Dachform bereitete Probleme. „Die Gestaltungssatzung von Grabow ist nicht so in den B-Plan eingeflossen, wie sie es hätte sollen“, sagt Bauunternehmer Ralf Käcker. Konkret geht es um sogenannte Walmdächer – auf der einen Seite im Baugebiet wären sie erlaubt gewesen, auf der anderen aber nicht. Da vor allem Häuser im Bungalow-Stil errichtet werden sollen, wäre dies schwierig geworden. „Wir wollen dem Investor keine Steine in den Weg legen“, sagt Stefan Sternberg. Deshalb wurde eine Satzungsänderung des B-Plans Nr. 9 erarbeitet und der Stadtvertretung vorgelegt. Die Stadt habe sich dafür entschieden, „die Festsetzungen zur Dachform und Dachneigung gänzlich aus der Satzung über den Bebauungsplan zu streichen...“, heißt es in der Begründung. Gegenwind gab es seitens der Stadtvertreter Thomas Holke und Bernd Reichardt (beide Alternative für Grabow). Sie stimmten gegen die Satzungsänderung. „Im Bauausschuss war man sich einig, die Satzung beizubehalten“, sagt Thomas Holke. Er verstehe nicht, warum jetzt nicht mehr das gesprochene Wort gelte. Meinungen dürften sich wohl noch ändern, entgegnete Stadtvertreter Wolfgang Möller (Die Linke).

Der Beschluss wurde letztlich mit Stimmenmehrheit angenommen. Noch bis zum 13. April liegt die Satzungsänderung zu den Öffnungszeiten des Amtes Grabow öffentlich aus. Alle Interessierten können während der Auslegungsfrist Einsicht nehmen und eine Stellungnahme schriftlich abgeben. „Persönlich finde ich die Änderung gut, damit wir in Grabow neue Bürger begrüßen können“, so Bürgermeister Stefan Sternberg abschließend.

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