Grabow : „Steig nie in fremde Autos ein!“

Die Klasse 2 b mit den neuen Büchern. Im Hintergrund: Wilfried Mußfeld, Joachim Gaul und Klassenleiterin Diane Gätcke. Fotos: Weisseer Ring
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Die Klasse 2 b mit den neuen Büchern. Im Hintergrund: Wilfried Mußfeld, Joachim Gaul und Klassenleiterin Diane Gätcke. Fotos: Weisseer Ring

Weisser Ring unterstützt Gewaltpräventionsprojekt „Klasse mit Köpfchen“ an der Grundschule „Eldekinder“ in Grabow

svz.de von
08. April 2017, 07:00 Uhr

In den zweiten Klassen der Grundschule „Eldekinder“ in Grabow fand in dieser Woche Schulunterricht anderer Art statt. Die Grundschüler lernten in einem einwöchigen Sicherheitstraining unter Anleitung von Mario Lübke Gefahren im Alltag zu erkennen und richtig zu handeln. Das vom Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung Mecklenburg-Vorpommern geförderte Präventionsprojekt „Klasse mit Köpfchen“ dient der Stärkung der Kinder und der Entwicklung ihres Selbstbewusstseins. Die Schüler trainierten, wie man selbstbewusst handelt und hilft, ohne sich selbst dabei in Gefahr zu bringen.

Nach Abschluss des theoretischen Unterrichtsteils, überreichten Wilfried Mußfeldt, Leiter der Außenstelle Ludwigslust, gemeinsam mit Andreas Kuessner und Joachim Gaul vom Weissen Ring Bücher zur Unterstützung der Präventionsaktion an die Schüler der Klasse 2 b. Der Titel des Buches von Jana Frey lautet: „Steig nie in fremde Autos ein!“. Es führt Kinder behutsam an mögliche Gefahren im Umgang mit Erwachsenen heran.

„Die kindgerechten Bücher werden zur Nachhaltigkeit des Präventionsprojektes im Deutschunterricht eingesetzt“, erklärt die Klassenlehrerin Diane Gätcke. „Wir werden die Geschichten lesen, uns gemeinsam mit den Rollen beschäftigen, die die Kinder darin haben und einige Szenen nachspielen.“ Die Geschichten heißen „Der freundliche Nachbar“, „Kleine Kätzchen“ oder der „Nette Mann“. Es sind sieben an der Zahl. Die vom Weissen Ring gespendeten Bücher verbleiben an der Schule und kommen im nächsten Schuljahr wieder in Klassenstufe zwei zum Einsatz. Die Bücherspende wurde von der Schulsozialarbeiterin und langjährigen, engagierten Mitarbeiterin des Weissen Rings, Elke Kessin, initiiert.

Am Ende des Sicherheitstrainings steht neben einer schriftlichen Prüfung ein praktischer Test. Mario Lübke simuliert eine Gefahrensituation. Als „böser“ Autofahrer versucht er einen Schüler trickreich in sein Auto zu locken. Geduldig erklärt er: „Ihr müsst euch mit niemandem unterhalten. Wenn ihr kein gutes Gefühl habt, lauft weg!“ Phibie und Marlon haben gut aufgepasst, sie rennen weg und holen Hilfe.

Der Weisse Ring wurde 1976 in Mainz gegründet als „Gemeinnütziger Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten e. V.“. Er ist Deutschlands größte Opferschutzorganisation und bietet Opfern von Kriminalität schnelle und direkte Hilfe. Der Verein unterhält ein Netz von über 3.200 ehrenamtlichen Opferhelfern in bundesweit 420 Außenstellen. Der Weisse Ring hat rund 50.000 Mitglieder und ist in 18 Landesverbände gegliedert. In Mecklenburg-Vorpommern ist er mit 651 Mitgliedern, von denen 145 als ehrenamtliche Opferhelfer arbeiten, in 17 Außenstellen vertreten.







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