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Ludwigsluster Tageblatt

22. November 2017 | 17:34 Uhr

Neu Göhren : Staubiger Kampf der Rasentrecker

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Teams aus ganz Norddeutschland beim Neu-Göhrener Rennen

svz.de von
erstellt am 04.Mai.2014 | 22:33 Uhr

„Können Sie uns ein Autogramm geben?“ Andreas Jäkel greift zum Stift und schreibt seinen Namen auf den Unterarm eines jungen Fans. Dann vertieft er sich wieder in die Fachsimpelei mit einem anderen Besucher des Neu-Göhrener Rasentreckerrennens. Der 35-Jährige ist am Sonnabend ein gefragter Mann – und ein erfolgreicher. Nach zwei Siegen in zwei Wertungsläufen steht er als Rennsieger in der offenen Klasse fest, will den Ruhm aber sofort teilen. „50 Prozent werden auf der Strecke geholt, 50 Prozent in der Werkstatt“, sagt Jäkel, der zum Cat-Racing-Team aus Peine gehört. Der Sieg in Neu Göhren bringt ihm 20 Punkte in der Gesamtwertung um die deutsche Meisterschaft der Rasentrecker-Piloten.

Um ein paar Punkte wollte eigentlich auch René Bach vom gastgebenden Team kämpfen. Stattdessen steht er nun mit einer gelben Flagge am Rand der Strecke. „Die Sicherheit der Fahrer ist mir wichtiger“, sagt er. Was er damit meint, wird deutlich, als die Fahrer der offenen Klasse am Start stehen. Als die Ampel auf Grün springt, röhren die Motoren und Augenblicke später ist kaum noch etwas zu sehen. Eine dicke Staubwolke hüllt die Zuschauer ein. Die rund 24 000 Liter Wasser, die am Vormittag auf die Strecke gebracht worden waren, sind längst verdunstet. Mit 70 bis 80 Kilometern pro Stunde rasen die getunten Mini-Trecker über die Strecke. „Bescheuert, oder?“, sagt René Bach. „Aber das soll es ja auch sein.“

In Neu Göhren hieß es bereits zum dritten Mal „Rasen auf dem Rasen“. 32 Teilnehmer aus ganz Norddeutschland gingen an den Start, wobei für knapp die Hälfte schon nach dem ersten Wertungslauf Schluss war. Auch für den Rasentrecker von René Bach, gelenkt von Heiko Sieveritt, lief es nicht gut. Nach einem technischen Defekt im ersten Lauf klappte es auch beim zweiten Rennen nicht besser.

Vor rund zwei Jahren war bei René Bach das Rennfieber ausgebrochen. Angefangen hatte es mit einem handelsüblichen Mähtraktor, den er tatsächlich für den Rasen gekauft hatte. Doch bei einer Geburtstagsfeier ging es zu vorgerückter Stunde schließlich darum, wessen Trecker schneller kann – und schon war die Idee für das Neu-Göhrener Rennen geboren.

In der 13-PS-Klasse siegte am Sonnabend Merlin Kroening aus Bordenau, in der Standard-Klasse Matthias Meise aus Albaxen. In diesen Klassen muss laut Regelwerk mit einem originalen Rasentraktorgetriebe gefahren werden. In der offenen Klasse nicht. Ansonsten gilt für alle Renntrecker: kein Mähwerk und eine Breite von höchstens einem Meter.

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