Ludwigslust : Startklar für den Volksentscheid

Urnen und Kabinen sind an ihrem Platz - Sonntag wird abgestimmt.
Urnen und Kabinen sind an ihrem Platz - Sonntag wird abgestimmt.

Für Abstimmung zur Gerichtsstruktur legt Ludwigslust Stimmbezirke zusammen und setzt Busshuttle für Bewohner zweier Ortsteile ein

svz.de von
05. September 2015, 07:00 Uhr

Gestern punkt 12 Uhr haben Kristin Grunau und die Kollegen aus dem Bürgerbüro die Urne für die Briefwähler versiegelt und hinüber ins Rathaus getragen. Seit 17. August konnten Briefwähler hier ihre Stimme für den Volksentscheid zur Gerichtsstruktur in MV abgeben. Abstimmen können Ludwigsluster Briefwähler immer noch bis Sonntag 16 Uhr. Aber dafür müssen sie ihre Unterlagen jetzt direkt an die Gemeindewahlbehörde schicken oder ihre Umschläge in den Rathausbriefkasten werfen. Die Beteiligung an der Briefwahl, so Gemeindewahlleiter Jürgen Rades, war erwartungsgemäß geringer als bei den Kommunal- und Europawahlen im Vorjahr. Nur 59 Ludwigsluster haben gleich direkt vor Ort im Bürgerbüro gewählt. Insgesamt 563 Briefwahlunterlagen waren angefordert worden. 540 davon sind bis gestern bereits eingetroffen. Das ist etwas mehr als ein Drittel aller Briefwähler des vergangenen Jahres.

Statt 15 Stimmbezirke wie im zurückliegenden Jahr gibt es für den Volksentscheid dieses Jahr nur acht Bezirke. Keine Wahllokale gibt es in den Ortsteilen Hornkaten, Niendorf/Weselsdorf. Dort können Stimmberechtigte am Sonntag mit dem Shuttle ins Wahllokal fahren. Die Telefonnummer des Fahrers hängt in den Schaukästen. Die Wahlvorstände in den Abstimmungslokalen seien auch diesmal von vielen ehrenamtlichen Helfern besetzt. „Dankenswerterweise helfen auch Mitglieder aus Vereinen, wie dem Fanfarenzug, der SG 03 und dem Karnevalsverein“, sagt Rades. Gewundert hat sich der Verwaltungsfachmann über die geringe Resonanz bei den Bediensteten des Ludwigsluster Amtsgericht. Auf die Bitte der Stadt hätten sich von dort nur zwei Mitarbeiter als Wahlhelfer gemeldet.

Bei der Abstimmung geht es darum, ob die vom Landtag beschlossene und in großen Teilen bereits umgesetzte Gerichtsstruktur zurückgenommen wird. Wer das will, muss mit Ja stimmen. Bei Nein oder einer zu geringen Beteiligung bleibt es bei der Reform.

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