Elde-Überquerung : Stahlbögen an A14-Brücke eingeschoben

<p>Der erste Stahlbogen über der Alten Elde wird an seinen Platz gehievt.</p>
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Der erste Stahlbogen über der Alten Elde wird an seinen Platz gehievt.

Letzter A 14-Abschnitt in Mecklenburg-Vorpommern schreitet voran

svz.de von
18. August 2016, 14:10 Uhr

Der Bau der A 14 auf dem letzten Teilstück in Mecklenburg-Vorpommern, der so genannten Verkehrseinheit (VKE) 6,  ist an eine spektakuläre Phase gekommen. Zwischen den Anschlussstellen Groß Warnow und Grabow fanden gestern im Bereich der Eldetalbrücke umfangreiche Brückenbauarbeiten statt. Ungarische Arbeiter hoben mit Hilfe von zwei großen Kränen gewaltige Stahlbögen ein. Unter prominenter Beobachtung: Infrastrukturminister Christian Pegel besichtigte zusammen mit dem Leiter des Straßenbauamtes Schwerin, Thomas Taschenbrecker, das Vorankommen der Baumaßnahme.

Die Eldetalbrücke ist mit 506,5 Metern die längste Brücke der VKE 6. Die beiden Richtungsfahrbahnen Wismar und Dresden werden auf jeweils voneinander getrennten Überbauten über das Eldetal, sprich über die Alte Elde und die Müritz-Elde-Wasserstraße geführt. Diese werden in Stahlverbundbauweise als zweistegiger so genannter Plattenbalken hergestellt. Die Überbauten werden von 14 Stützachsen getragen. Davon sind 13 Achsen auf Bohrpfählen mit einem Durchmesser von 1,5 Metern gegründet, die bis zu 25 Meter in den Baugrund ragen. Die 35 Meter langen Träger haben ein Gewicht von 71 Tonnen. Sie werden mit zwei Kränen gehoben und anschließend in die Endlage geschoben. Eine Arbeit, die sehr viel Kenntnisse und Erfahrungen benötige, wie Thomas Taschenbrecker bestätigt. „Die Arbeiten verlaufen just in time“, konnte der Leitende Baudirektor dem Minister berichten. Die Brückenteile sind nach seinen Worten zwei Tage lang unterwegs gewesen. Sie haben ihren Weg von Ungarn über Österreich bis nach Norddeutschland genommen. Die beiden Kräne hoben die Brückensegmente auf eine Verschiebebahn, auf der sie über Stunden in die richtige Position gebracht wurden.

„Die A 14 ist eines der wichtigsten Verkehrsprojekte unseres Landes. Die Landesregierung hat immer konsequent hinter diesem Projekt gestanden, sich beim Bund dafür stark gemacht“, unterstrich Minister Pegel. „Für Mecklenburg-Vorpommern als Tourismusland ist sie ein wichtiger Beitrag dazu, dass unsere Gäste ohne Stress und Stau zu uns kommen können. Zugleich verbessert die A14 ganz entscheidend die landseitige Anbindung unserer Häfen – ein gutes Argument für die Ansiedlung weiterer Unternehmen in Wismar und Rostock“, so Pegel weiter. Damit sie ihre volle Wirkung entfalten könne, sei es wichtig, den Bau weiter voranzutreiben. „Brücken sind für alle Beteiligten immer eine besondere Herausforderung. Mit dem Einsetzen der Stahlträger heute sind wir der Realisierung der Eldetalbrücke und damit auch des letzten Teilstücks der A 14 in Mecklenburg-Vorpommern wieder ein Stückchen näher gekommen“, so der Minister abschließend.

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