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Ludwigsluster Tageblatt

18. November 2017 | 09:41 Uhr

Ludwigslust : Stärken und Schwächen erkennen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Zweite Auflage des landesweiten Crossmentorings gibt Frauen Rüstzeug für Leitungsaufgaben. Susanne Schnoor und Katrin Schagun sind dabei

von
erstellt am 11.Mai.2015 | 21:00 Uhr

Sie sind jung, selbstbewusst und arbeiten bereits in Leitungsfunktionen: Susanne Schnoor und Katrin Schagun. Die 35-jährige Susanne Schnoor ist Gastronomische Leiterin im Alpincenter Wittenburg, die 25 Jahre alte Katrin Schagun leitet im Alpincenter den operativen Bereich. Beide nehmen am Crossmentoring-Programm teil, das auch in seiner zweiten Auflage in unserer Region von der Gesellschaft für innovative Beschäftigung (GiB) Ludwigslust betreut wird.

Das Programm war 2013 gestartet worden, um Frauen auf mögliche Tätigkeiten in Führungspositionen von Unternehmen vorzubereiten. Weil es so erfolgreich war (neun Frauen hatten es absolviert und ein entsprechendes Zertifikat bekommen), startete Anfang 2015 die neue Auflage. GiB-Geschäftsführerin Peggy Hildebrand: „Dieses Mal haben wir auch Frauen im Programm, die seit kurzer Zeit in Führungspositionen arbeiten. Auch hier wird jeweils ein ,Mentee’ von einem erfahrenen Mentor betreut, es gibt Workshops und Treffen.“

Susanne Schnoor ist seit Januar in einer Leitungstätigkeit. „Man braucht im übertragenen Sinne Menschen, die möglichst aus eigener Erfahrung wissen und zeigen, wo es lang geht. Das betrifft das fachliche Gebiet, aber viel mehr noch den zwischenmenschlichen Bereich. Wie leite ich zum Beispiel ein Personalgespräch? Wie löse ich Probleme, die andere Kollegen betreffen? Das sind nur zwei Fragen, die in diesem Programm diskutiert werden.“ Pressesprecher Volker Wünsche vom Alpincenter greift den Gedanken auf: „Eine Führungskraft muss sich etwa 70 Prozent des Berufstages mit der sozialen Komponente befassen. Das ist eine große Herausforderung.“

Katrin Schagun geben die Gespräche mit ihrem Mentor ebenfalls viel. „Aus jedem Seminar nehme ich Dinge unter anderem zur Selbstfindung oder zur Potenzialanalyse mit. Das heißt, ich erkenne eigene Stärken und Schwächen, kann daran arbeiten.“

Auch aus der Dömitzer Hafengastronomie GmbH nehmen Frauen am Crossmentoring-Programm teil. Anja Rabe von der Geschäftsführung sagt: „Es ist ein Klasse-Angebot, das wir sehr gerne nutzen. Alleine könnten wir das so nicht durchführen. Natürlich beobachten wir die Entwicklung der Teilnehmerinnen und freuen uns, wenn sie nach ihren Wünschen verläuft.“

Das jetzige Programm endet am 31. Dezember 2015. Das Projekt ist Teil des landesweiten Mentoring-Programms „Zukunft durch Aufstieg“ unter Schirmherrschaft des Ministeriums für Arbeit, Gleichstellung und Soziales und wird gefördert durch das Land MV aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Als Koordinierungsstelle wirkt das Landeszentrum für Gleichstellung und Vereinbarkeit in MV.

 

 

 

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