grabow : Stadtwald ist Grabows größter Schatz

Die Parforcehornbläser aus Neustadt-Glewe bei ihrem Auftritt.
Die Parforcehornbläser aus Neustadt-Glewe bei ihrem Auftritt.

Vertrag über die Betriebsführung der Forstflächen zwischen der Kommune und der Landesforst MV gestern im Rathaussaal feierlich unterzeichnet

von
07. März 2014, 18:30 Uhr

Parforcehornbläser aus Neustadt-Glewe sorgten auf der Treppe des Rathauses für den musikalischen Auftakt zu einem besonderen Ereignis, das die Landesforst MV und die Stadt Grabow auf ganz neue Weise verbindet. Im Beisein von Kommunalpolitikern der Stadt und des Landkreises, Grabower Stadtvertretern und Mitarbeitern der Stadtverwaltung sowie des Forstamtes Ludwigslust wurde im Rathaussaal ein Vertrag unterzeichnet, der aus Sicht der Landesforst und der Stadt Grabow die Betriebsführung des Stadtwaldes regelt. Dabei wird der Stadtförster Markus Rohst in das Team der Landesforst integriert.


Eine völlig neue Form der Zusammenarbeit


Mit ihrer Unterschrift unter das Dokument eröffneten Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus, Sven Blomeyer vom Vorstand der Landesforst MV, Dr. Holger Voß, Leiter des Forstamtes Ludwigslust und Grabows Bürgermeister Stefan Sternberg eine neue Form der Zusammenarbeit. „Im Dezember 2013 haben die Stadtvertreter dazu einen entsprechenden Beschluss gefasst. Im Mittelpunkt steht eine innovative zukunftsorientierte Entwicklung der Stadtforst. Grabow steht zu seinem Forstamt und zu seiner Stadtforst. In der Vergangenheit gab es dazu zahlreiche Verhandlungen, auch mit Minister Till Backhaus. Wir wollen einen neuen, partnerschaftlichen Weg gehen, wir wollen als Stadt, dass unser Wald nachhaltig bestellt wird. Denn der Wald ist das größte Gut der Stadt“, so Bürgermeister Sternberg. Die bunte Stadt an der Elde wird oft mit den Begriffen Holz- und Waldstadt verbunden. Grabow als Fachwerkstadt hat sich mit der Sanierung des Ortskerns und zahlreicher öffentlicher Gebäude auch weit über die Kreisgrenzen hinaus einen guten Namen gemacht. Grabow verfügt über rund 2100 Hektar stadteigene Waldfläche, ist damit nach Rostock, Parchim, Neustrelitz und Waren an der Müritz der fünftgrößte kommunale Waldbesitzer. „Das ist für eine Stadt mit rund 5300 Einwohnern eine enorme Hausnummer“, fügt Stefan Sternberg an.

Mit dem Votum für diesen Vertrag mit der Landesforst haben die Stadtvertreter Wert darauf gelegt, in Zeiten klammer Kassen nicht mehr Holz einzuschlagen, sondern vielmehr den Blick auf ein nachhaltiges Forsteinrichtungswerk zu legen. Minister Backhaus begrüßte die Entscheidung der Stadtvertreter. „Diese Vereinbarung ist für mich ein alternatives Modell für die Zukunft. Die Stadt Grabow und die Landesforst stoßen damit ein zusätzliches Kapitel der Zusammenarbeit auf. Die Betriebsführung des Stadtwaldes durch das Forstamt Ludwigslust wird z.B. neben der jährlichen Prüfung der Bewirtschaftungspläne weitere Synergieeffekte mit sich bringen“, ist sich Minister Backhaus sicher. Durch die Kooperation zwischen Landesforst und Stadt wird der Umbau der reinen Kiefernwälder zu Mischwäldern vorangetrieben. Forstliche Förderbescheide für zwei Waldflächen sichern ab, dass das Projekt Laubholzunterbau auch in Zukunft gewährleistet ist. „Grabow wird bei dieser Kooperation mit der Landesforst auch vom ständigen Informationsaustausch profitieren“, sagte der Minister und schlug den Bogen zum Schützenhaus, das ab Juni aufwändig saniert werden soll. Und an Sven Blomeyer vom Vorstand der Landesforst gewandt, erklärte Till Backhaus, dass auch das Personal des Forstamtes Ludwigslust in den dann neu sanierten Räumlichkeiten des Schützenhauses ein neues Domizil finden sollte. Ein entsprechender Antrag liege vor, der derzeit geprüft werde, so Sven Blomeyer. Er selbst sieht in der abgeschlossenen Vereinbarung zwischen Stadt und Landesforst für Grabow künftig eine Reihe von Vorteilen. Dazu gehört neben der Effizienz der Stadtwaldbewirtschaftung auch Holzmarketing und Holzverkauf mit dem umfassenden Know how und ein damit verbundener Zugriff auf Spezialisten der Landesforstbehörde.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen