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Grabow : Stadtvertreter begrüßen Antrag auf Begrüßungsgeld

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Auf ihrer ersten Sitzung stimmte das neue Grabower Parlament für den Vorschlag der FDP/ABG-Fraktion

von
erstellt am 09.Sep.2014 | 07:00 Uhr

Die Stadt Grabow möchte in Sachen familienfreundlicher Politik in Zeiten knapper kommunaler Kassen ein wichtiges Zeichen setzen: Alle Neugeborenen sollen ein Begrüßungsgeld bekommen, den Eltern wird damit der Start ihrer Sprösslinge in das Leben finanziell ein wenig erleichtert. Die Stadt solle ab 1. Januar 2015 den neuen Erdenbürgern ein Summe in Höhe von 500 Euro auszahlen, in die Planungen für den kommenden Haushalt seien die Gelder dafür einzustellen. Einen entsprechenden Antrag brachte die Fraktion FDP/Aktionsbündnis Grabow (ABG) auf der ersten ordentlichen Sitzung der Stadtvertretung in der neuen Legislaturperiode ein. Und er wurde von den anwesenden Stadtvertretern einstimmig angenommen.

Andreas Uhlitzsch von der Fraktion FDP/ABG wertete diesen Vorschlag als eine Investition in die Zukunft, um junge Familien zu unterstützen und die Kitas zu füllen. „Auch unsere Fraktion begrüßt diesen Antrag auf Begrüßungsgeld“, so Wolfgang Möller von der Fraktion Die Linke, der hinzufügte, dass dieser Vorschlag nun erst einmal alle Ausschüsse durchlaufen müsse.

Stadtvertreter Thomas Holke, der für die Fraktion Alternative für Grabow sprach, findet den Vorschlag ebenfalls gut, man müsse aber die Sache auf ihre Machbarkeit genau abwägen. Dazu sei es wichtig zu wissen, wie viel Neugeborene es in den letzten Jahren gegeben habe, von welcher Größenordnung man bei der einzuplanenden Summe ausgehen müsse. Und vor allem sei zu klären, woher die Mittel zu nehmen sind. Bürgermeister Stefan Sternberg sagte, dass im Durchschnitt der letzten drei Jahre in der Stadt Grabow 45 Kinder das Licht der Welt erblickten. Bei einem Begrüßungsgeld in Höhe von 500 Euro pro Neugeborenem müsste man von einer Summe zwischen 20 000 und 25 000 Euro pro Jahr ausgehen, die dann im Haushalt einzuplanen sind.

Aber bevor aus dieser Idee Wirklichkeit werden könnte, muss der eingereichte und von der Stadtvertretung beschlossene haushaltsrelevante Antrag erst alle Ausschüsse durchlaufen. Deshalb braucht auch an diesem Abend noch nicht über eine Deckung gesprochen werden, weil er in allen Gremien des Stadtparlaments noch beraten wird.

Wichtig zu wissen ist, dass Spenden oder Sponsorengelder dafür nicht in Frage kommen dürfen, es muss dafür einen Haushaltsposten geben. Der Finanzausschuss gibt dann abschließend in dieser Sache eine entsprechende Empfehlung, ergänzt der Bürgermeister.

Begrüßungsgeld gibt es bisher im Amt Grabow nur noch in der Gemeinde Gorlosen. Für jedes Baby zahlt die Kommune 100 Euro. In der Gemeinde Eldena gibt es diesen Willkommensgruß nicht mehr. 2013 fasste die Gemeinde einen entsprechenden Beschluss, dem Geburtenrückgang und der klammen Haushaltslage geschuldet, das 100-Euro-Begrüßungsgeld zurückzunehmen.

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