Grabow : Stadtsanierung und die Berliner Straße haben Vorrang

Blick vom Kirchturm auf die Grabower Altstadt. Das Konzept der Städtesanierung wird auch 2014 konsequent fortgeführt.  Fotos: Michael Seifert
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Blick vom Kirchturm auf die Grabower Altstadt. Das Konzept der Städtesanierung wird auch 2014 konsequent fortgeführt. Fotos: Michael Seifert

Im Jahr 2014 soll auch der 1. Bauabschnitt des Grabower Schützenhauses in Angriff genommen werden

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30. Dezember 2013, 19:00 Uhr

Mit der Entscheidung auf ihrer Sitzung im September des vergangenen Jahres, das Programm der städtebaulichen Erneuerung „Stadtkern“ fortzuführen, haben die Stadtvertreter von Grabow für weitere bedeutende Projekte grünes Licht gegeben. Die Abgeordneten votierten dafür, im Rahmen der Förderung zum Programmjahr 2014 einen Finanzbedarf von insgesamt 1,035 Millionen Euro zu beantragen. Die örtlichen Handlungsfelder der Stadtsanierung umfassen die Fortschreibung der Gebäudemodernisierung, um damit die Wohnfunktion in der Altstadt zu stärken. Innerstädtische Gebäude- und Industriebrachen sollen zudem beseitigt werden oder eine Nachverwertung erfahren. Und daneben gilt es, die touristische und verkehrliche Infrastruktur zu verbessern.

Mit dem Instrument Städtebauförderung können Bund, Land und Kommunen eine nachhaltige Stadtentwicklung gemeinsam voranbringen. Grabows Bürgermeister Stefan Sternberg sieht darin nicht nur die Förderung notwendiger Maßnahmen, sondern auch eine finanzielle und fiskalische Hebelwirkung.


Marktplatz erfährt eine komplette Gestaltung


Was die Stadtsanierung betrifft, erfolgte im Vorjahr der Baubeginn für die Tüsche, die Querverbindung Marktstraße-Parkplatz ehemalige Rosebrauerei. Dieses Vorhaben ist fast fertig gestellt, so Bürgermeister Stefan Sternberg. Weitere Projekte sind Marktstraße 5, Kirchenstraße 15, diese Maßnahme ist ebenfalls fast fertig, und die Haussanierung Große Straße 13. Zudem ist die komplette Marktplatzgestaltung von den Stadtvertretern verabschiedet worden.

„Es geht auch um gesellschaftliche Wirkungen, die damit verbunden sind. Wir wollen unsere Stadt beleben und somit lebenswert machen. Ein gut erhaltener bzw. sanierter Stadtkern fördert den Einzelhandel und macht eine Stadt somit auch attraktiv für größere Investitionen. Aus diesem Grund sind wir natürlich bestrebt, so viel wie möglich im Rahmen der Städtebauförderung zu schaffen, solange der Bund uns als Kommune dabei noch unterstützt.“ Bürgermeister Stefan Sternberg ist überzeugt davon, dass es sich dabei um ein nachhaltiges Förderprogramm in die Zukunft handelt. Gerade in Zeiten schwacher Investitionsmittel, die den Städten und Gemeinden noch zur Verfügung stehen, sind solche Fördermöglichkeiten nahezu ein Geschenk, das es zu nutzen gilt. Das hat auch die Stadtvertretung von Grabow erkannt und die Prioritäten für investive Maßnahmen entsprechend gesetzt.

„Gerade die Wohnungen im Sanierungsgebiet unserer Stadt sind mehr denn je gefragt, was der Leerstand von unter einem Prozent deutlich zeigt. Es lohnt sich also, hier zu investieren. Und solange es Städtebaufördermittel vom Bund gibt, werden wir auch private Investoren entsprechend unterstützen. Zum Wohle einer belebten Innenstadt und damit auch zum Wohle aller, die hier leben“, so Stefan Sternberg.


Straßenbeleuchtung wird auf LED umgerüstet


Was die Investitionen für 2014 betrifft, sind im Grabower Haushalt eine ganze Reihe bedeutender Vorhaben festgehalten. Dazu gehört die Umrüstung der gesamten Straßenbeleuchtung, das sind 700 Lichtpunkte im Stadtgebiet von Grabow. „Dabei werden die Lampenköpfe komplett auf LED umgestellt, die Kosten der Energieeinsparung liegen in der Folge dieser Maßnahme bei 30 bis 35 Prozent, was auch schon im Haushalt berücksichtigt ist“, ergänzt Bürgermeister Stefan Sternberg.

Zu Beginn des neuen Jahres wird der zweite Saal im Mehrgenerationenhaus „Fritz Reuter“ saniert, bis zum Neujahrsempfang des Amtes Grabow am 31. Januar sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Weitere wichtige Vorhaben sind die Sanierung des Schützenhauses, hier wird der 1. Bauabschnitt in Angriff genommen. Die Arbeiten im 2. und 3. Bauabschnitt der Berliner Straße stehen an, auch das Brandschutzkonzept in der Regionalen Schule „Friedrich Rohr“ wird mit dem 2. Bauabschnitt fortgesetzt. Im Haushalt sind auch Mittel für Planungsleistungen B-Plan und F-Plangebiet zur Gewerbe- und Wohnansiedlung eingestellt. Im Etat findet sich auch der Haushaltsansatz Abriss Industriebrache Kiebitzweg. Gelder werden auch für das Wirtschaftsförderungskonzept für die Innenstadt bereitgestellt.


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