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Neustadt-Glewe : Stadtkirche bekommt ihre Sakristei zurück

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Raum im evangelischen Gotteshaus in Neustadt-Glewe wurde zuletzt als Lager genutzt / Jetzt begannen hier erste Sanierungsarbeiten

Langsam dreht Pastorin Silke Draeger den Schlüssel im Schloss um, öffnet die schwere Holztür und betritt den Raum: Kahle, unverputzte Wände, frei liegende Deckenbalken, erneut eine Tür, die den weiteren Weg ins Innere des Gebäudes versperrt. Es ist die ehemalige Sakristei der Stadtkirche St. Marien in Neustadt-Glewe. Ende vergangenen Jahres begann die Sanierung der Sakristei. Pastorin Draeger: „Wir wollen den Raum wieder so herrichten, dass er für seinen ursprünglichen Zweck genutzt werden kann, nämlich als Sakristei.“

Der „Gemeinnützige Förderverein zur Sanierung der evangelischen Stadtkirche Neustadt-Glewe e. V.“ setzt sich seit langem für die Verschönerung der Stadtkirche ein. Dazu gehört unter anderem die 2013 begonnene Sanierung des Kirchendachs, die in diesem Jahr fortgesetzt wird (SVZ berichtete). Ebenso hat sich der Verein die Wiederherrichtung der Sakristei auf die Fahnen geschrieben. Vereinsvorsitzender Sven Buck: „Die Sakristei gehört schließlich zur Kirche.“

Pastorin Silke Draeger sieht den Zweck des Raumes nicht nur darin, dass sie hier künftig die Gottesdienste vorbereiten, sich entsprechend einkleiden und heilige Geräte aufbewahren kann. „Die Sakristei ist auch ein Ort der Stille und der Sammlung“, sagt sie.

Bis vor wenigen Jahren wurde die Sakristei als Lager genutzt. „Als ich 2006 nach Neustadt-Glewe kam, stand in dem Raum ein großes Holzregal mit alten Archivordnern, Büchern, Musikinstrumenten und Noten“, erinnert sich Pastorin Draeger. „Nach dem Umbau 2010/11 wurde alles im neuen Gemeinderaum untergebracht, so dass die Sakristei wieder frei war.“

Die Kosten für den Umbau der Sakristei sollen vor allem aus eigenen Mitteln kommen, zum Beispiel aus Spenden bei Konzerten. Silke Draeger hofft aber auch auf viele fleißige Helfer bei den Sanierungsarbeiten. „Es wäre schön, wenn wir dafür Männer oder Frauen mit Geschick für Maurerarbeiten, wie Verfugen und Schlämmen, finden könnten“, sagt die Pastorin. „Vielleicht kann die Sakristei ja schon 2014 wieder genutzt werden.“ Ausdrücklich würdigt Silke Draeger in diesem Zusammenhang das Engagement des Fördervereins. „Die Zusammenarbeit ist sehr gut und macht Spaß“, sagt sie.

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erstellt am 03.Jan.2014 | 07:00 Uhr

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