Groß Laasch : Sprengstoff noch scharf

Markierter Munitionsrest im Wald bei Groß Laasch
Markierter Munitionsrest im Wald bei Groß Laasch

Beräumung des munitionsbelasteten Waldgebietes bei Groß Laasch beantragt

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16. Juli 2018, 20:45 Uhr

Die Waldfläche bei Groß Laasch bleibt weiterhin gesperrt. Sie soll von der dort liegenden Munition und den Munitionsresten nun aber befreit werden. Einen entsprechenden Antrag habe man an den Munitionsbergungsdienst gestellt, wie das Forstamt Grabow auf SVZ-Anfrage mitteilte. Wann das passieren wird, ist jedoch noch unklar.

Das Groß-Laascher Areal ist eine von 175 Flächen landesweit, die in die Kategorie 4 der Kampfmittelbelastung eingestuft sind. Die Kategorie mit dem größten Gefährdungspotenzial, weil nach Angaben des Munitionsbergungsdienstes MV dort Kampfmittel mehr oder weniger offen und für jedermann frei zugänglich vorliegen. Das gelte für rund 18 000 Hektar Landeswald.

Wie gefährlich die Munition ist, könne nur pauschal beantwortet werden, erklärt Robert Mollitor, Leiter des Munitionsbergungsdienstes Mecklenburg-Vorpommern. „Bei Gefechtsmunition mit Sprengstoff ist der Sprengstoff in aller Regel noch wirksam, ebenso die Zündelemente“, so Mollitor gegenüber der SVZ. „Gerade die Zünder, die konstruktionsgemäß eigentlich ,sicher’ sein sollen, bis die Granate abgefeuert wurde, sind durch Korrosion in einem zum Teil haarsträubenden Zustand – hochgefährlich, da inzwischen hochempfindlich.“ Übungsmunition sei identisch gefertigt worden, nur ohne Sprengstoff und mit anderer Farbkennzeichnung. „Sie ist heute aber nicht mehr von Gefechtsmunition zu unterscheiden.“

Ob Flächen gesperrt werden, entscheide nicht der Munitionsbergungsdienst, so Robert Mollitor. „Das ist Sache der zuständigen örtlichen Ordnungsbehörden als Ordnungsverfügung oder des Eigentümers im Rahmen seiner Verkehrssicherungspflicht.“

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