ludwigslust : Sportlicher Abschied im Park

Die Balance musste auf der Slackline gehalten werden.
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Die Balance musste auf der Slackline gehalten werden.

Siebtklässler des Ludwigsluster Goethe-Gymnasiums und Schüler aus den 10. Klassen begingen Schuljahresabschluss im Schlosspark

Rot-weiße Bänder markieren das Spielfeld, wen der Ball trifft, der muss erstmal raus: Gymnasiasten beim Zweifelderball im Ludwigsluster Schlosspark. Es ist die Ausnahme, denn der Sportunterricht wird auch künftig im Goethe-Gymnasium stattfinden.

Die Siebtklässler trafen sich im Park mit ihren „Teamern“ um das Schuljahr ausklingen zu lassen. Im Gymnasium ist es Tradition, dass sich Schüler der 10. Klassen („Teamer“) um die jeweils neuen Siebtklässler kümmern. Mit dabei an diesem Vormittag war auch Anne aus der Klasse 10.5. Die 16-Jährige hat nun ein Jahr lang „ihre“ 7. Klasse betreut. „Heute kenne ich im Gegensatz zur Kennenlernwoche zu Schuljahresbeginn alle mit Namen“, sagt Anne. „Damals ging es vor allem darum, den neuen Schülern die Schule zu zeigen, zum Beispiel, wo welche Räume sind. Später habe ich die Klasse bei Projekten begleitet, auch an Sitzungen des Klassenrats teilgenommen.“ Und manchmal gab es auch ganz andere Probleme zu lösen, verrät Anne: „Erst verstehen sich meist alle sehr gut, später zicken dann besonders die Mädchen doch ein wenig“, schmunzelt die Zehntklässlerin.

Anne wird zwar nun „ihre“ Klasse nicht mehr betreuen, aber im neuen Schuljahr trotzdem den dann Achtklässlern zur Seite stehen, wenn sie die eine oder andere Frage haben.

Doch zurück in den Schlosspark. Neben dem Zweifelderball, auch als Völkerball bekannt, gab es drei weitere Stationen für die Siebtklässler: Slackline (Balancieren auf einem zwischen Bäumen gespannten Gurt), Klettern durchs „Spinnennetz“ und „Plattenlaufen“. An jeder Station war vor allem Geschick und Teamarbeit gefragt.

„Ich finde es total gut, wie sich die Schüler trotz des zeitweiligen Regens durchgebissen und nicht aufgegeben haben, dabei Spaß hatten“, sagt Ramona Stein, Lehrerin und Kooperationsmanagerin am Gymnasium.

Der Tag im Park klang vor dem Schweizerhaus aus, wo jede 7. Klasse noch ein Programm präsentierte: Sport, selbst geschriebene Lieder und Gedichte, sogar ein Quiz. Und auch die „Teamer“ hatten Musik samt Text einstudiert. Ramona Stein: „Wie sehr ,Teamer’ und Siebtklässler verbunden sind, zeigte sich auch darin, dass es auf beiden Seiten zum Abschluss Tränen gab.“

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