Kummer : Spielplatzsuche macht Kummer

Bürgermeister Reinhard Mach erläutert Vorhaben der Stadt Ludwigslust und besonders in ihrem Ortsteil Kummer. Seit 2005 gehört das Dorf zur Lindenstadt.
Bürgermeister Reinhard Mach erläutert Vorhaben der Stadt Ludwigslust und besonders in ihrem Ortsteil Kummer. Seit 2005 gehört das Dorf zur Lindenstadt.

Einwohner in Ludwigsluster Ortsteil diskutieren Für und Wider von Projekten / Informationsveranstaltung der Stadt

von
10. Mai 2017, 23:00 Uhr

Die Zeit, da es in Kummer einen öffentlichen Spielplatz gab, ist seit Längerem vorbei. Der Schulspielplatz, der dafür geöffnet worden war, musste wieder geschlossen werden. Unrat und Vandalismus hatten zu diesem Schritt geführt. Nichtsdestotrotz hat die Stadt Ludwigslust auf einer Einwohnerversammlung im Dorfgemeinschaftshaus das Thema noch einmal aufgeworfen. Es soll sondiert werden, ob Bedarf besteht. Der Bürgermeister würde in dem Falle noch einmal an die Schule herantreten, um gegebenenfalls einen neuen Versuch zu wagen. Die Meinungen gehen auseinander. Kummer braucht einen öffentlichen Spielplatz, der überdies gut einsehbar ist, sagen die Einen. Das würde Vandalismus vorbeugen. Außerdem sei dies auch ein idealer Kommunikationspunkt für den Ort. Es gebe überdies gar nicht so wenig Kinder in Kummer. Die Anderen führen die zu erwartenden Kosten ins Feld. Einer warb sogar darum, die Kinder in der Familie kreativer zu erziehen, dazu brauche es keinen öffentlichen Spielplatz. Am Ende war man sich aber einig, dass das Thema noch weiter diskutiert werden muss.

Ein Bauvorhaben, das bereits seit Monaten im Gange ist und voranschreitet, ist der Ausbau der Krenzliner Straße. 300 Meter Regenwasserkanal sind jetzt verlegt worden. Eine nicht erwartete alte Trinkwasserleitung aus Asbestzement wurde gefunden und zurückgebaut. „Das hat allerdings nicht zu größeren Bauverzögerungen geführt. Die Arbeiten sind im Zeitplan. Der Fertigstellungstermin der Straße im Oktober bleibt bestehen“, sagte Jens Gröger, der städtische Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung und Tiefbau. Ab Picherweg werde demnächst eine zweite Kolonne eingesetzt, die u.a. Leerrohre für die Aufrüstung der digitalen Kommunikation verlegen soll.

Gröger informierte weiter, dass man sich im Schliesenweg mit der Eigentümerin der ehemaligen Gaststätte geeinigt habe. Der Rückbau sei abgeschlossen, einschließlich einer auch hier gefundenen Regenwasserleitung aus Asbestzement. Auf den frei werdenden 3500 Quadratmetern Fläche sollen drei bis vier Baugrundstücke entstehen. Das hänge vom Interesse potenzieller Häuslebauer ab, so der Fachbereichsleiter.

Bürgermeister Reinhard Mach wollte kritischen Anmerkungen vorbeugen, er würde zu viel und zu lang aus der Stadt Ludwigslust berichten. In der Tat waren die rund 25 Einwohner, die an diesem Abend ins Dorfgemeinschaftshaus gekommen waren, mehr an den Angelegenheiten, die ihren Ort betreffen, interessiert. So riss Mach die wichtigen Vorhaben der Lindenstadt nur an: Tunnelprojekt am Bahnhof, Ausbau des „Cognacweges“ zwischen Ludwigslust und Weselsdorf, Einzelhandelskonzept der Stadt, Planungsstand Windenergiegebiete, Kooperation mit der Landesforstanstalt bei der Waldbewirtschaftung… Eine wichtige Information betraf dann doch schon Kummer. „Ich kann Ihnen sagen, dass die Grundschule fester Bestandteil des Schulkonzepts der Stadt für die nächsten Jahre ist“, unterstrich der Bürgermeister und zementierte damit ein wichtiges Element der Kummerschen Infrastruktur.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen