Ludwigslust : Sozialkaufhaus nimmt Gestalt an

Aktuell laufen die Arbeiten für den Innenausbau des neuen Sozialkaufhauses in der Schweriner Straße 38, ehemalige Schlecker-Filiale, auf Hochtouren. Am 8. Dezember wird hier Eröffnung sein.
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Aktuell laufen die Arbeiten für den Innenausbau des neuen Sozialkaufhauses in der Schweriner Straße 38, ehemalige Schlecker-Filiale, auf Hochtouren. Am 8. Dezember wird hier Eröffnung sein.

Unter dem Namen „Novi-Life“ eröffnet in den Räumen der ehemaligen Schlecker-Filiale in der Schweriner Straße 38 ein neuer Laden

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19. November 2014, 07:00 Uhr

Fleißige Männer und Frauen sind in den Räumen der ehemaligen Ludwigsluster Schlecker-Filiale in der Schweriner Straße 38 am Werk. Sie malern, putzen, führen Arbeiten in verschiedenen Gewerken aus. Hier entsteht in gemeinsamer Partnerschaft der Fortbildungsakademie der Wirtschaft gGmbH (FAW) und des Jobcenters des Landkreises Ludwigslust-Parchim ein Sozialkaufhaus. „Der Zeitplan ist eng gestrickt, schon am Montag, dem 8. Dezember, wird es ab 13 Uhr die feierliche Eröffnung geben, verbunden mit einem Nikolausfest für die Kinder“, so Martina Schwarz, Pädagogische Mitarbeiterin der FAW-Außenstelle Ludwigslust, die in der Seminarstraße 1 zu finden ist.

Unter dem Namen Novi-Life wird es als Ludwigslusts gemeinnütziges Kaufhaus dann von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 17 Uhr den bedürftigen Kunden offen stehen.

„Momentan läuft in den Räumen der Innenausbau. Es entstehen ein Verkaufsraum und Werkstätten, die für die Aufbereitung der gespendeten Waren benötigt werden“, war von Heike Sonntag zu erfahren. Sie ist stellvertretende Leiterin der Akademie in Lübeck, unter deren Federführung das Projekt hier in Ludwigslust aus der Taufe gehoben wird. Die Um- und Ausbauarbeiten führen Männer und Frauen über AGH-Maßnahmen aus, was Arbeitsgelegenheiten bedeutet. „Sie bauen das Sozialkaufhaus nicht nur auf, sie können hier auch arbeiten und die zukünftigen Kunden betreuen und beraten“, so Heike Sonntag. Der Verkauf der Waren erfolgt ausschließlich an bedürftige Menschen aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim, das sind Bezieher von Arbeitslosengeld II, Menschen, die unter das Asylbewerbergesetz fallen und die Sozialhilfe beziehen.


25 Leute arbeiten dort in zwei Schichten


„Die Mitarbeiter des Sozialkaufhauses sind Ein-Euro-Jobber und Kunden des Jobcenters Ludwigslust. Alle anfallenden Tätigkeiten, vom Abholen der Spenden, dem dazugehörenden Verkauf bis hin zur Auslieferung der Waren wird durch die Mitarbeiter verrichtet.“ 25 Leute werden dort in zwei Schichten tätig sein und das Credo der FAW „Von Bedürftigen für Bedürftige“ mit Leben erfüllen. Das Sozialkaufhaus in Ludwigslust ist das nunmehr 7. unter Regie der FAW. Vier gibt es bereits in Lübeck, eines in Grevesmühlen und eins in Wismar, das inzwischen seit fünf Jahren besteht.

Im Ludwigsluster Kaufhaus angenommen werden nicht mehr benötigte Möbel, Fahrräder, Elektrogeräte, Textilien, Spielzeuge und Haushaltsgeräte. „Innerhalb von Ludwigslust und Umgebung werden die Spenden von unseren Mitarbeitern abgeholt“, fügt Heike Sonntag hinzu. Mit ihrer Tätigkeit im Sozialkaufhaus haben die Männer und Frauen auch die Möglichkeit, ihre eigenen Berufswünsche zu überprüfen und sich weitere praktische Kenntnisse anzueignen. „Hierbei werden sie von erfahrenen und qualifizierten Fachleuten der Akademie betreut, die über entsprechendes Wissen und Können verfügen“, ergänzt Heike Sonntag.

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