Ludwigslust : So sicher wie sonst nirgendwo

Dirk Hoffmann leitet das Kriminalkommissariat.
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Dirk Hoffmann leitet das Kriminalkommissariat.

Kriminalstatistik für den Landkreis Ludwigslust-Parchim 2016 vorgestellt / Polizei weiterhin mit hoher Aufklärungsquote

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07. April 2017, 21:00 Uhr

Noch vor einem Jahr galt der Landkreis Ludwigslust-Parchim als EINER der sichersten in Mecklenburg-Vorpommern. Jetzt ist es mit Zahlen belegt: Der Landkreis ist DER sicherste im Land. Dirk Hoffmann, Leiter des Kriminalkommissariats der Polizeiinspektion Ludwigslust, stellte am gestrigen Freitag in Ludwigslust die Kriminalstatistik für 2016 vor.

Im vergangenen Jahr wurden der Polizei im Landkreis 11  945 Anzeigen bekannt, im Jahr 2015 waren es noch 12  157 angezeigte Delikte. Statistisch sind das für 2016 genau 5579 Straftaten pro 100  000 Einwohner, so wenige, wie sonst nirgendwo in MV.

Die Aufklärungsquote blieb mit 60,3 Prozent (2015: 61,3 Prozent) auf einem etwa gleich hohen Niveau.

„Ein hochsensibles Thema für jeden Betroffenen und auch für die öffentliche Wahrnehmung sind Wohnungseinbrüche“, so Kriminalrat Dirk Hoffmann. „Trotz eines deutlichen Rückgangs gegenüber 2015 entwickelte sich hier das Kriminalitätsgeschehen noch auf einem hohen Niveau.“ Die Polizei registrierte im Vorjahr 176 Wohnungseinbrüche gegenüber 226 im Jahre 2015. Örtliche Schwerpunkte lagen 2016 in unserer Region in und um Zarrentin (23 Wohnungseinbrüche), in der Region Wittenburg (14) und in Boizenburg (14).

In Ludwigslust (drei Wohnungseinbrüche), Amt Neustadt-Glewe (3) Ludwigslust-Land (5) Dömitz-Malliß (6) und Amt Grabow (7) wurden dagegen weniger Wohnungseinbrüche registriert. Die Polizei konnte zu diesen Einbrüchen im Vorjahr insgesamt 110 Tatverdächtige ermitteln, unter denen 34 nichtdeutsche Verdächtige waren.

Gestiegen ist im vergangenen Jahr die Zahl der Körperverletzungen: von 1049 im Jahr 2015 auf 1118 im Vorjahr. In Ludwigslust wurden 105 Körperverletzungen registriert, in Hagenow 112.

Nach wie vor hat es die Polizei auch im Landkreis Ludwigslust-Parchim in erheblichem Umfang mit Vermögens- und Fälschungsdelikten zu tun. Das sind Betrügereien, Veruntreuungen, Unterschlagungen und Urkundenfälschungen. Dazu ermittelte die Polizei 2016 in 2171 Fällen (2015: 2143). Die Ganoven versuchen hier insbesondere ihre Opfer über das Internet und Telefon zu schädigen sowie durch Missbrauch von Geld- und Kreditkarten. Die Aufklärungsquote lag hier im Vorjahr bei immerhin 71 Prozent.

Ähnlich hoch war die Aufklärungsquote mit 66 Prozent bei Tankbetrug. Die Polizei registrierte hier im Vorjahr 359 Fälle, von denen 227 aufgeklärt wurden. Schwerpunkte beim Tankbetrug lagen in unserer Region im Amt Zarrentin (41 Fälle), im Amt Grabow (28), im Amt Ludwigslust-Land (27) im Amt Wittenburg (26) und im Amt Neustadt-Glewe (18).

Insgesamt ermittelte die Polizei im Landkreis im vergangenen Jahr 5132 Tatverdächtige gegenüber 5466 im Jahr davor. Unter den ermittelten Verdächtigen befanden sich 786 Personen, die nicht deutscher Staatsangehörigkeit waren.

Hier ist zu beachten, dass in den Zahlen auch Fälle aufgelistet sind, die sich innerhalb von Flüchtlingsunterkünften ereigneten, beispielsweise bei Auseinandersetzungen von Bewohnern untereinander.

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