Ludwigslust : Smartphone erzählt vom Schloss

Auf dem Schlossplatz angekommen, kann man auf dem Smartphone die Audio-Datei abspielen und so Wissenwertes über den Bau des Schlosses erfahren.
Auf dem Schlossplatz angekommen, kann man auf dem Smartphone die Audio-Datei abspielen und so Wissenwertes über den Bau des Schlosses erfahren.

Moderne Technik trifft barocken Charme: SVZ-Praktikanten testen in Ludwigslust die EntdeckerRouten-App.

von
18. Juli 2018, 12:00 Uhr

Schloss, Bassin oder Rathaus – die Barockstadt Ludwigslust hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Um sie zu finden, kann man Einheimische fragen. Oder sich die neue App „EntdeckerRouten“ aufs Smartphone laden. Wie das Programm funktioniert, haben wir SVZ-Praktikanten ausprobiert.

Nach dem Start der App muss erst einmal die Region gewählt werden – durch Tippen auf ein Foto von Mecklenburg-Vorpommern. Dann kommt man zur Ludwigsluster Stadttour und sieht auf den ersten Blick, dass sie rund drei Kilometer lang ist und elf Stationen umfasst. Nach Tippen auf „Route laden“ kann es auch schon losgehen. Wenn die Ortungsdienste für die App aktiviert sind, zeigt das Handy direkt, wo man steht.

Unser Start erfolgt am Rathaus. Dort lotst das Handy uns an das bronzene Stadtmodell und erzählt uns einige Fakten über die Entwicklung der Stadt ab dem 18. Jahrhundert. Über die Schlossstraße geht es zum Schloss, besser gesagt, zum Schlossplatz. Dort hören wir zuerst barocke Musik – und viel Interessantes über den Bau des Schlosses, der offenbar vielen Sparzwängen unterworfen war.

Die digitale Karte der App führt uns anschließend vorbei an der Kaskade und am Bassin hin zur Stadtkirche. Sie wurde zwischen 1765 und 1770 erbaut und ähnelt eher einem antiken Tempel ohne Glockenturm. Nach einiger Zeit kommen wir am Alexandrinenplatz an, fast am Ausgangspunkt der Tour. Der Platz ist nach Alexandrine, der Großherzogin von Mecklenburg-Schwerin, benannt. Das dortige Reiterstandbild zeigt sie als Amazone hoch zu Ross.

Die App führt Besucher zu historischen und markanten Sehenswürdigkeiten und liefert auch einen Einblick in die umgebende Natur. Audiodateien liefern Wissenswertes über die geschichtliche Vergangenheit und Informationen zur Architektur der Häuser. Kinder kommen auch nicht zu kurz. Für sie gibt es spezielle Hörgeschichten. Sie werden von einer fiktiven Figur namens Johann erzählt. Den Weg finden wir mithilfe der digitalen Karte, die aber manchmal auch irreführend ist. Trotzdem haben wir verschiedene Facetten der Stadt gezeigt bekommen. Es war interessant, weil wir Orte gesehen haben, die wir vorher noch nicht kannten.

Aber nicht nur für einen Stadtrundgang ist die App empfehlenswert, sondern auch für einen Spaziergang im Schlossgarten, wo die Kinder wieder von Johann, der fiktiven Figur, begleitet werden. Dort kann man die einzelnen Gebäude und die Statuen kennenlernen und die üppige Natur erkunden.

Die „EntdeckerRouten“ sind nicht nur für Touristen interessant, sondern auch für Einheimische. Mit dieser App dürften auch kleine Besucher Spaß daran haben, viel über die Stadt zu erfahren.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen