Bildergalerie aus Neustadt-Glewe : Slalom im vier Grad kalten Wasser

Dick eingepackt feuert das Publikum die Eisbader beim Hindernislauf im Neustädter See an.  Fotos: Kathrin Neumann
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Dick eingepackt feuert das Publikum die Eisbader beim Hindernislauf im Neustädter See an. Fotos: Kathrin Neumann

Wintervergnügen lockte heute nicht nur Eisbader, sondern auch mehr als 1000 Zuschauer an den Neustädter See

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07. Januar 2018, 21:00 Uhr

„Es ist wie tausend Stiche auf der Haut.“ Robert Schewe ist gerade aus den Fluten des Neustädter Sees gestiegen, und die Erinnerung an die Zeit im Wasser ist noch frisch. Der 31-Jährige ist kein Profi-Eisbader. „Für mich war es das erste Mal, zumindest nüchtern“, sagt der Parchimer. „Ich wollte aus Spaß mal mitmachen.“ Und? Hat es Spaß gemacht? „Nicht wirklich.“

Insgesamt zogen beim Wintervergnügen am Barracuda Beach rund 50 Eisbader ihre Bahn im vier Grad kalten Wasser, begleitet vom Beifall unzähliger Zuschauer und in Erwartung eines heißen Getränks am Ausstieg. „Das sind ein paar mehr Teilnehmer als bei der Premiere im vergangenen Jahr“, sagt Eventmanager Maik Schröder erfreut.

 

Zu den Wagemutigen gehört auch Nico Schmidt. „Das Eisbaden tut gut, man schaltet komplett ab, vergisst alles rundherum“, erklärt der 41-Jährige. Das Rauskommen, wenn die ganze Haut kribbelt, sei am besten. Der Rehnaer hatte im Sommer wieder mit dem Sport angefangen und sich fürs Schwimmen entschieden. „Ich gehe zweimal in der Woche im Röggeliner See schwimmen“, erzählt Nico Schmidt, der auch beim Neujahrsbaden in Boltenhagen dabei war und heute für den Slalomlauf noch ein zweites Mal ins kalte Wasser stieg. Immerhin ging es um einen Kurzurlaub für den schnellsten Mann und für die schnellste Frau.

Barbara Wendlandt und Uwe Badel zogen es vor, in dicke Jacken und kuschlige Mützen gehüllt an Land zu bleiben. Dabei sind die beiden Neustädter auch nicht zimperlich. „Wir gehen von April bis Oktober jeden Morgen vor dem Frühstück hier im See schwimmen“, erzählt die 66-Jährige. Und ihr 67-jähriger Partner ergänzt: „Das macht fitter.“ Das Wintervergnügen finden die beiden toll. „Schön, dass so etwas organisiert wird. Und schön, dass die Leute es annehmen und auch kommen.“

Gekommen sind bei herrlichstem Sonnenschein und drei Grad Lufttemperatur viele, deutlich über 1000. Und auch die Besucher, die nicht ins Wasser steigen wollen, kommen auf ihre Kosten – beim Zuschauen, beim Knüppelkuchenbacken am Lagerfeuer oder bei Glühwein, Kaffee und Kuchen.

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