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Ludwigsluster Tageblatt

17. Dezember 2017 | 20:40 Uhr

Grabow : Silbernes Geschäftsjubiläum

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Heute vor 25 Jahren eröffnete der Grabower Bäckermeister Mario Sohst sein Geschäft in der Neuen Straße

von
erstellt am 16.Sep.2014 | 11:07 Uhr

Am Aufsteller vor dem Geschäft in der Neuen Straße ist es schon zu sehen: Die Grabower Bäckerei Sohst feiert heute 25-jähriges Geschäftsjubiläum. Bäckermeister Mario Sohst hat das Unternehmen aber bereits von seinen Eltern Manfred und Thea Sohst übernommen, die sich 1956 daran wagten, einen herunter gekommenen Laden wieder flottzumachen.

Am 17. September 1989 folgte dann der Generationswechsel auf den Sohn. Der hatte sich zuvor auf die Schulbank gesetzt und sein Meisterstudium abgeschlossen. „Es war der vorletzte Meisterlehrgang zu DDR-Zeiten“, erinnert sich der Bäckermeister. Schwierigkeiten mit der Selbstständigkeit, wie es die Handwerksmeister anderer Branchen kannten, gab es bei den Bäckern nicht. In der DDR herrschte ständig eine angespannte Versorgungslage, so dass man auf das private Engagement angewiesen war. Die Konsum-Brötchen schmeckten zudem oft pappig, so dass sich an den privaten Bäckerläden nicht selten lange Schlangen bildeten.

Seitdem waren die Zeiten mal schlechter und mal besser für die Branche. Marion und Mario Sohst haben ihren Familienbetrieb Schritt für Schritt aufgebaut, sie investierten, der Bäckermeister machte zudem noch seinen Abschluss als Betriebswirt des Handwerks. Heute stehen 20 Angestellte in Lohn und Brot. Es gibt zwei Geschäfte und einen Verkaufswagen in Grabow, außerdem Geschäfte in Ludwigslust und Schwerin. In der Lindenstadt und in der Landeshauptstadt werden außerdem Kantinen beliefert.

Obwohl das Geschäft floriert, sieht Mario Sohst langfristig schwarz für das Bäckerhandwerk. „Es fehlt zum Einen an qualifiziertem Berufsnachwuchs, zum Anderen wird der Konkurrenzdruck der Billiganbieter immer größer“, sagt er. Brötchen werden heute schon in Osteuropa, ja sogar in China gebacken und nach Deutschland gekarrt. Die nächste Herausforderung wartet schon ab Januar 2015: Dann wird der Mindestlohn von 8,50 Euro eingeführt.

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