Malliss : Sielaffs kleine Tierwelt

Sahra Sielaff und ihre Nichte Nora beim Ausreiten auf „Bunny“. Das Pony gehörte mit zu den ersten Tieren des kleinen Zoos neben dem Campingplatz der Sielaffs.
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Sahra Sielaff und ihre Nichte Nora beim Ausreiten auf „Bunny“. Das Pony gehörte mit zu den ersten Tieren des kleinen Zoos neben dem Campingplatz der Sielaffs.

Als Sechsjährige bekam Sahra ein Pony – heute hilft sie im Kleintier-Zoo der Eltern und studiert Tiermedizin

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29. Dezember 2017, 12:00 Uhr

„Lotti“ kam zu Sielaffs, da war Tochter Sahra gerade sechs Jahre alt. „Wie das so ist bei kleinen Mädchen“, erzählt Sarah. „Man wünscht sich ein Pony und ist überglücklich, wenn es dann auf einmal vor dem Haus auf der Wiese steht.“ „Lotti“ lebt heute noch neben dem Campingplatz der Familie. Das Pony ist mit seinen 23 Jahren das älteste Tier der Sielaffs. Dass Sarah in Berlin Tiermedizin studiert, liegt auch ein bisschen an „Lotti“. Und an „Bunny“, „Festus“, „Johann“, „Joki“, „Liesel“, „Emely“, „Lilly“ und „Frau Merkel“. So heißen die Tiere, die in all den Jahren bei den Sielaffs „eingezogen“ sind. Ziege „Frau Merkel“ bekam Sahras Vater Volker Sielaff zu seinem 50. Geburtstag geschenkt. Esel „Festus“ brachten Dauercamper mit. Maultier „Emely“ ist ein Kind der Liebe zwischen „Lotti“ und „Festus“. Und Mini-Schwein „Liesel“ lebt in Malliß, weil es seinem Vorbesitzer nicht „mini“ genug war und zu groß für die Wohnung wurde.

Viel Ahnung von Tieren hatten Sielaffs, die aus Berlin nach Malliß zogen, anfangs nicht. „Wir sind da so reingewachsen“, erzählt Sarah. „Erst mit der Arbeit kam die Leidenschaft. Keiner von uns will die Tiere heute missen.“ Die 29-Jährige studiert in Berlin an der Freien Uni im siebten Semester. Sechs Jahre hat sie auf den Studienplatz warten müssen und die Zeit bis dahin für eine Ausbildung zur Tierarzthelferin an einer Pferdeklinik genutzt. Über die Tiere in Malliß ist sie auch im fernen Berlin immer gut informiert. „Wir sind alle vernetzt. Wenn wirklich mal etwas Ernstes passiert, dann mache ich mich gleich auf den Weg.“ Einmal war sie abends aufgebrochen, weil der Schlund eines Ponys verstopft war. Auf der Autobahn hatte Sahra mit dem Vater dann die Autos gewechselt, damit sie zügig mit dem Pony in die Pferdeklinik weiterfahren konnte.

Gewöhnlich kümmert sich Volker Sielaff um die Tiere. Pause hat er nur, wenn Sahra an den Wochenenden und in den Uni-Ferien zuhause ist. Früh aufstehen, Füttern, Ställe ausmisten, Ponys striegeln - für Sahra ist das keine Arbeit, sondern „Entspannung vom Unialltag“. „Egal, wie gestresst man ist, die Tiere strahlen Ruhe aus, sie erden mich und geben so viel zurück.“ Nach dem Studium möchte sie gern in einer Tierklinik arbeiten. Am liebsten in einer Spezialklinik für Pferde.

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