Neustadt-Glewe : Sie wählen Bilder für die Burg aus

Wählen Bilder für die Ausstellung aus: Christa Schenk und Hellmut Martensen.
Wählen Bilder für die Ausstellung aus: Christa Schenk und Hellmut Martensen.

Ausstellung „40 Jahre Malerei und Grafik in Neustadt-Glewe“ wird am 11. März auf der Burg eröffnet

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27. Februar 2018, 12:00 Uhr

Überall Bilder: Einige liegen auf Tisch oder Stuhl, manche lehnen an den Wänden, viele sind noch sorgfältig verpackt. Dass Bilder im Haus von Christa Schenk zu finden sind, ist ja nicht ungewöhnlich. Aber so viele…? „Wir bereiten gerade eine Ausstellung vor, die demnächst auf der Burg zu sehen sein wird. Jetzt müssen wir die Bilder erstmal sortieren“, so die Neustädter Künstlerin.

Die Ausstellung „40 Jahre Malerei und Grafik in Neustadt-Glewe“ (11. März bis 27. Mai 2018) hat eine Geschichte, die am Rosenmontag 1978 in der Breitscheidstraße begann. Als die damals 44-jährige Christa Schenk beim Einkauf zufällig Hellmut Martensen traf. Der 25-Jährige stand kurz vor dem Abschluss seines Kunsterziehungsstudiums. „Ich sagte ihm, dass ich gerne mit Kindern malen würde. Und ob wir das nicht gemeinsam machen könnten“, erinnert sich Christa Schenk. Hellmut Martensen sagte zu.

Einige Monate später dann, im November 1978, wurde der Zirkel Malerei und Grafik in Neustadt-Glewe gegründet. Los ging es mit acht Erwachsenen im Zeichenraum der Grünen Schule. Dann kamen die ersten Jugendlichen dazu und 1981 bildete sich ein Kinderzirkel. Der Zeichenraum war bald zu klein. In den Jahren folgten weitere Räumlichkeiten. Heute sind der Kunstraum der Karl-Scharffenberg-Schule und das Atelier von Martensen Anlaufpunkte. Rund 300 Jugendliche und 50 Erwachsene haben bisher im Zirkel gemalt und gezeichnet.

Jetzt, 40 Jahre nach jenem Rosenmontag, sortieren Christa Schenk und Hellmut Martensen die Bilder. „Wir haben ehemalige und heutige Zirkelmitglieder angeschrieben und gefragt, ob sie sich an der Ausstellung beteiligen möchten. Jeder konnte maximal vier Werke einreichen“, sagt Hellmut Martensen. Problem dabei: Viele ehemalige Zirkelmitglieder wohnen nicht mehr in der Region. Trotzdem haben rund 40 Hobbykünstler auf die Anfrage aus Neustadt-Glewe reagiert, die Hälfte wirkte als Kind im Zirkel mit. „Wir haben Aussteller nicht nur aus unserer Region, sondern beispielsweise auch aus Berlin, Hamburg oder Düsseldorf gewinnen können“, sagt Christa Schenk.

Zusammen mit Hellmut Martensen sichtet sie nun die eingesandten Arbeiten. Beide wählen dabei jene Werke aus, die in der Ausstellung zu sehen sein werden. Jeder Hobbykünstler soll mit mindestens einem Werk vertreten sein. Darunter sind Landschaftsbilder ebenso wie zum Beispiel Porträts. Christa Schenk hat in ihrem Fundus auch Kinder-Zeichnungen, wie sie für die 1980er-Jahre typisch sind: Pioniere, die Wimpel mit der Aufschrift „Freundschaft“ tragen oder Arbeiten, die zum Beispiel den Onkel in der Uniform der Kampfgruppen zeigen.

Bürgermeisterin Doreen Radelow wird die Ausstellung am Sonntag, dem 11. März, um 11 Uhr im Alten Haus der Burg eröffnen. Hellmut Martensen wird in die Exposition einführen.

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