Grabow : Sie stoßen mit einem Bier an

Enthüllten die neue Skulptur: Bürgermeister Stefan Sternberg (l.) und Künstler Bernd Streiter.
Enthüllten die neue Skulptur: Bürgermeister Stefan Sternberg (l.) und Künstler Bernd Streiter.

Dritte Skulptur des Projekts „Kunst im Raum“ in Grabow enthüllt Erinnerungen

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25. Juni 2018, 12:00 Uhr

Wie es sich gehört, stoßen die beiden Herren mit einem Bier an. Dürfen sie auch, zumal es ja um eine Brauerei geht.

Grabow hat seine nunmehr dritte Skulptur innerhalb des Projekts „Kunst im Raum“. Diese erinnert an die erste Porter-Brauerei Deutschlands. Zu sehen sind Dietrich und Reinhardt Rose, die einst gemeinsam die Rosebrauerei leiteten.

Am Sonnabend enthüllten Bürgermeister Stefan Sternberg und der Künstler Bernd Streiter die Skulptur vor dem ehemaligen Maschinenhaus der Brauerei. „Das ist für Grabow natürlich eine Errungenschaft, die erste Porterbrauerei Deutschlands gehabt zu haben. Und was liegt da näher, als die ehemaligen Besitzer mit Bier anstoßen zu lassen“, sagte Bernd Streiter im Beisein zahlreicher Gäste. Viele von ihnen befanden sich gerade auf einer Führung durch Grabow anlässlich des Tages der Architektur. Dazu hatten die hiesige Architektin Annett Ohm und Architekt Sven Buck aus Neustadt-Glewe eingeladen. Bucks Büro wirkte bei der Sanierung des Maschinenhauses der alten Brauerei mit. Bürgermeister Stefan Sternberg stellte bei der Gelegenheit auch gleich die neue Nutzung des Maschinenhauses als Fuhrpark der Stadtverwaltung – zum Beispiel für Schneepflug, Kehrmaschine, aber auch Marktstände – vor.

„Und damit man abends nicht plötzlich vor einem dunklen Klotz steht, wurden in die Fenster Rahmen mit LED-Beleuchtung eingebaut, die dann strahlen, wenn sich die Straßenbeleuchtung einschaltet“, so Stefan Sternberg.

Doch zurück zur Skulptur. Als Vorlage, zumindest für die beiden Figuren, diente Bernd Streiter ein Foto von 1888, das die Brüder Dietrich und Reinhardt Rose nur wenige Meter vom jetzigen Standort der Skulptur entfernt zeigt.

„Das Grabow-Projekt gefällt mir immer mehr“, gestand Bernd Streiter, der sich längst mit den beiden letzten Skulpturen befasst. Dabei geht es um die Goldleistenfabrik und das Erbmühlenrecht.

Das Projekt insgesamt soll Grabowern und Besuchern einige interessante Aspekte der Stadtgeschichte vermitteln. Der Betrachter der Skulpturen soll neugierig werden, mehr zu erfahren – vielleicht auch durch einen Besuch im Grabower Heimatmuseum, so der Wunsch von Bürgermeister Sternberg.

Eine Grabowerin freut sich übrigens ganz besonders über die Skulptur an der Ecke Große Straße/Rosestraße, hat sie doch einen persönlichen Bezug dazu: Wenn Elisabeth Stolzenburg nämlich jetzt aus ihrem in der Nähe gelegenen Fenster schaut, sieht sie ihren Urgroßvater und ihren Uronkel mit einem Glas Bier anstoßen.

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