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Ludwigsluster Tageblatt

14. Dezember 2017 | 22:03 Uhr

Brenz : Sie hoffen auf schmucke neue Kita

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Gemeinde Brenz mit anspruchsvollen Vorhaben für das neue Jahr / Ein Ziel ist der Neubau der Kindertagesstätte „Bummi“

von
erstellt am 04.Jan.2017 | 09:00 Uhr

Schmucke Häuser, zahlreiche Gewerbe und vor allem das Engagement vieler Einwohner – Brenz zeichnet sich durch ein funktionierendes Dorfleben aus. Was aber nicht heißt, dass man sich in der Gemeinde auf dem Erreichten ausruht. „Es gibt auch 2017 eine Menge zu tun“, blickt Bürgermeister Henry Topp auf das gerade begonnene Jahr.

Und spricht gleich ein Problem an, dass viele Brenzer bewegt: den Geh- und Radweg zwischen Alt- und Neu Brenz. „Die Brenzer sehen dieses Problem als Politikum. Wir bleiben dran, eine endgültige Lösung muss kommen. Verantwortlich für die Sicherheit ist das Straßenbauamt Schwerin und nicht die Gemeinde Brenz“, so Henry Topp. Nach wie vor fordern die Brenzer, besagten Weg entlang der B 191 nicht nur zu reparieren, wie es das Straßenbauamt getan hat, sondern endlich einen Weg anzulegen, der keine Gefahr für Nutzer mehr darstellt. Denn auch nach der Reparatur ist das Hauptproblem nicht gelöst: Dort, wo Bäume stehen, ist der Weg gefährlich eng (SVZ berichtete).

Begradigt werden soll der Gehweg in Neu Brenz. Sich ansammelndes Regenwasser stellt laut Bürgermeister immer wieder eine Gefahr für Fußgänger, Rollstuhlfahrer und Radfahrer dar. Henry Topp: „Auf Vorschlag des Gemeindevertreters André Schomann ist die Reparatur des gesamten Gehweges in die Planung für den Haushalt 2017 aufgenommen worden. André Schomann hat eine gute Vorarbeit geleistet und dem Ausschuss einen schlüssigen Plan mit Kostenvoranschlag zur Entscheidung vorgelegt. Gut 25  000 Euro werden 2017 dort nun investiert.“

In der Kita „Bummi“ steht ein Neubau bevor. 1,15 Millionen Euro sind im Haushalt für die gesamte Maßnahme bereitgestellt. Jetzt wartet man, wie Henry Topp sagt, auf den Fördermittelbescheid. Unabhängig davon sind für die Bewirtschaftung der Kindertagesstätte etwa 223  000 Euro geplant. Im Gegensatz zu vielen anderen Gemeinden im Land trägt Brenz 60 Prozent der nicht geförderten Kosten für die Kita, 40 Prozent entfallen auf die Eltern. Das gilt aber nur für Brenzer Kinder in der Einrichtung. Henry Topp: „Gängige Praxis im Land ist ein Verhältnis von 50 zu 50.“

Kontrovers diskutiert wurde laut Bürgermeister in der Gemeinde wiederum zur Jugendarbeit. Der Bürgermeister fordert seit zwei Jahren, endlich wieder Mittel in den Plan einzustellen, wie er gegenüber SVZ betont. Die Gemeindevertreter würden nun endgültig über die Höhe entscheiden.

Auch ehrenamtliches Engagement wird in Brenz weiter finanziell unterstützt. Wie Henry Topp sagt, geschieht das aber nicht mehr pauschal. Alle sechs existierenden und tätigen Vereine werden auf Antrag nach ihrer Mitgliederstärke unterstützt. Einschließlich der Raumkosten (unentgeltliche Nutzung) sind rund 22  000 Euro eingeplant. Für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr sind neue Uniformen geplant, der Fußboden im Feuerwehrgebäude wird in Ordnung gebracht. Insgesamt stehen für den Brandschutz über 45  000 Euro im Plan.

Brenz wird in diesem Jahr rund 1,9 Millionen Euro ausgeben und investieren – ohne Kreditaufnahme. Nicht nur in Brenz steht ein Thema immer wieder im Fokus: Kreisumlage, Amtsumlage und Gewerbesteuerumlage. „Sie kosten die Brenzer dieses Jahr rund 410  000 Euro“, weiß Bürgermeister Topp. Pro Einwohner seien das immerhin rund 770 Euro. Henry Topp weiter: „Besonders die Amtsumlage tut weh. An das Amt Neustadt-Glewe zahlt jeder Einwohner aus Brenz 177 Euro, jeder Blievenstorfer 139 und jeder Neustädter 150 Euro.

Schließlich hebt Henry Topp noch einen aus seiner Sicht wichtigen Aspekt hervor: „Unser seit 2009 bestehendes Wahlversprechen, nämlich keine Steuererhöhungen für private Grundstücke, bleibt oberstes Gebot. Wie lange das noch geht, wissen wir nicht.“ Als Beispiel verweist Bürgermeister Henry Topp auf den Steuersatz Grundsteuer B. Der Hebesatz liege in Schwerin bei 630 Prozent. Der niedrigste in MV liege bei 300 Prozent und werde lediglich noch von 18 Gemeinden so erhoben. „Brenz gehört zu diesen 18 Gemeinden mit 300 Prozent Hebesatz“, so Henry Topp abschließend.












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