Polz : Sie haben Orient-Rhythmus im Blut

Sie sind seit 2007 mit orientalischen Rhythmen unterwegs - Suhana und Castano.
Sie sind seit 2007 mit orientalischen Rhythmen unterwegs - Suhana und Castano.

Das Künstler-Duo „Suhana Castano“ setzt mit seinen Projekten auf Nachhaltigkeit in interkultureller und zwischenmenschlicher Kommunikation. Gerade ist eine CD erschienen..

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02. März 2016, 05:00 Uhr

Wenn er anfängt, auf seinen Trommeln zu spielen, muss sie ihre Hüften schwingen und dazu tanzen. Suhana und Castano, wie sich Susann Janta und Carsten Schuhmann aus Polz mit Künstlernamen nennen, versuchen mit ihren orientalischen Rhythmen eine Basis für interkulturelle und zwischenmenschliche Kommunikation zu schaffen.

Das spiegelt sich auch in ihrem neuen Musikprojekt wider, das sie vor wenigen Tagen dem Publikum in der Rock- Pop-Schmiede in Göhlen präsentiert haben. Es heißt „Eurient“. „Der Titel setzt sich aus den beiden Begriffen ,Europa’ und ,Orient’ zusammen“, erklärte Castano im SVZ-Gespräch. „Es ist schon immer mal mein Wunsch gewesen, aus zwei Kulturkreisen etwas zusammenzulegen. Und da wir ja viele solche Shows veranstalten, war der Gedanke geboren, dass man da so eigene Musik kreiert“, so der 49-Jährige weiter. „Wir haben in diesem Projekt europäische Klänge mit orientalischen Klängen verbunden“, ergänzt seine Partnerin Suhana. Seit mehreren Jahren arbeiten Susann Janta und Carsten Schuhmann bereits an dem Projekt, das sie nun in Form von acht Songs auf einer CD präsentierten. „Das letzte Lied auf der CD ist eigentlich das erste gewesen, das entstand“, erklärte die Tänzerin. Das war bereits im Jahr 2009.

Seit 2007 ist das Künstlerduo als „Suhana Castano“ aktiv, seit 2010 sind sie auch privat ein Paar. Kennengelernt haben sie sich durch gemeinsame Freunde. In ihrem kleinen Haus in Polz haben sich Suhana und Castano ein kleines Tanzstudio eingerichtet, in dem sie andere auch im Tanz unterrichten. Für seine Musik nutzt Castano hauptsächlich, jedoch nicht ausschließlich, verschiedene Trommeln. Doch auch anderer Musikinstumente bedient sich der gebürtige Leipziger. Neben dem Schlagzeug geben dabei auch alltägliche Dinge Inspiration für die Musik. „Wir haben zum Beispiel auch das Kratzen auf dem Küchentisch oder Geräusche mit einem Fallrohr als Elemente in unsere Musik mit aufgenommen“, erzählte Suhana.

Das Künstlerduo will mit seiner Musik jedoch nicht nur den orientalischen Rhythmus in die Welt tragen, sondern vor allem etwas bewirken. Aus diesem Grund sind sie mit verschiedenen musikalischen Projekten in Schulen unterwegs. So zum Beispiel mit dem Projekt „Einblick in fremde Welten“. In dem Projekt bekommen die Kinder die Möglichkeit, in andere Rollen zu schlüpfen, zu trommeln, zu tanzen und so auf eine neuartige Art und Weise miteinander zu kommunizieren. Ähnlich ist es mit dem Projekt „Die Wolke der Macht“, bei dem Suhana und Castano mit Schülern ein Tanzmusical einstudiert haben, das sich mit den Themen Macht, Liebe, Achtsamkeit und Angst auseinandersetzt. „Nachdem das Projekt vorbei war, konnten es die Schüler gar nicht fassen“, berichtete Suhana über die Erfahrungen aus diesem Projekt. „Noch drei Wochen, nachdem das Projekt beendet war, standen die Schüler jeden Montag da und wollten weiter machen“, erzählte sie.

Suhana und Castano wollen mit ihrer Musik und Projekten nachhaltig die interkulturelle und zwischenmenschliche Kommunikation fördern. Das zeigt sich auch in ihren zukünftig geplanten Projekten. Susann Janta arbeitet gerade an einem Vortrag, der nicht nur die äußere, sondern auch die innere Verschleierung von Frauen thematisiert.

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