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Ludwigsluster Tageblatt

19. November 2017 | 22:54 Uhr

Ludwigslust : Sie geben anderen Überlebenschance

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Schüler des Goethe-Gymnasiums lassen sich Stammzellspender registrieren

Raum 313 im Ludwigsluster Goethe-Gymnasium am Montagmorgen: Statt Leistungskontrolle oder Klausur steht etwas ganz anderes auf dem „Stundenplan“: Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs lassen sich als mögliche Stammzellspender registrieren. Jeder, der mitmacht, nimmt mit einem Watteträger einen sogenannten Wangenschleimhautabstrich in seinem Mund vor. Eine Gewebeprobe, deren Auswertung möglicherweise dazu beitragen kann, später Menschenleben zu retten.

Zuvor hatte Student Christopher Krügelstein von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) den Abiturienten in einem Vortrag erläutert, wie wichtig eine Stammzellspende für Menschen sein kann, die an Blutkrebs erkrankt sind. Inzwischen sind in der DKMS sechs Millionen Spender registriert, weltweit sind es 28 Millionen registrierte Spender.

Den Schleimhautabstrich nehmen die Schüler weitgehend in eigener Regie vor. Christopher Krügelstein hatte zuvor einige von ihnen als Helfer instruiert. Diese leisten „technische Hilfe“, sagen ihren Schulkameraden, wie sie den Abstrich vornehmen müssen und geben auch beim Ausfüllen der Einverständniserklärung Hilfe. Christopher Krügelstein gegenüber SVZ: „Die Gewebemerkmale aus den Proben werden im Labor ausgewertet. Liegt auch die Einverständniserklärung des Spenders vor, steht er weltweit als Spender zur Verfügung.“

Und kann mit seiner Stammzellspende Erkrankte retten, vorausgesetzt, die Gewebemerkmale des Spenders stimmen mit denen des Erkrankten überein. In diesem Fall wird von „genetischen Zwillingen“ gesprochen.

Auch Schülerin Lea Baack war gestern dabei und entnahm sich eine Probe. „Ich möchte anderen eine Chance geben, so eine furchtbare Krankheit zu überleben. Zumal bei mir selbst schon mal Verdacht auf eine schlimme Krankheit bestand, der sich dann zum Glück nicht bestätigt hatte.“ Schulleiter Ekkehard Detenhoff findet die Aktion ebenfalls toll. „Ich glaube, kaum einer ist nach dem Vortrag gegangen, ohne sich eine Probe zu entnehmen.“

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