Ludwigslust : Sie bauen den Bahnhof zusammen

Christopher und Jochen Luckmann (r.) schieben Module mit den Gleisanlagen des Ludwigsluster Bahnhofs zusammen. Fotos: muen
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Christopher und Jochen Luckmann (r.) schieben Module mit den Gleisanlagen des Ludwigsluster Bahnhofs zusammen. Fotos: muen

Ludwigsluster Eisenbahnfreunde laden zur Modellbahnausstellung am Wochenende in die Stadthalle ein

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17. November 2017, 09:00 Uhr

„Hier geht’s in Richtung Schwerin, da hinten nach Groß Laasch und rechts Richtung Dömitz“, erklärt Christopher Luckmann und zeigt auf die Bahngleise. Die sind allerdings etwas kleiner als Originalschienen und statt auf dem Ludwigsluster Bahnhof stehen wir in der Stadthalle.

Hier bauen die Eisenbahnfreunde gerade ihre Modellbahnausstellung auf. Die findet am morgigen Sonnabend und am Sonntag bereits zum neunten Mal statt. Thomas Schmidt von den Eisenbahnfreunden erklärt: „Wir bauen hier den Bahnhof Ludwigslust und die unmittelbare Umgebung bis zu den Abzweigen nach Schwerin, Neustadt-Glewe und Dömitz auf. Mit Gebäuden, Brücken, Bäumen und natürlich vor allem den Gleisen.“ Wie Schmidt sagt, entspricht das Bild etwa den 1950er-Jahren bzw. allgemein den DDR-Zeiten. Denn die Bahnstrecke nach Dömitz zum Beispiel gib’s ja schon längst nicht mehr.

Überhaupt wird Nostalgie hinsichtlich der Eisenbahn hier groß geschrieben. „Wir haben Modelle von Dampflokomotiven und auch von Dieselloks, E-Lokomotiven und ICE’s aber beispielsweise gibt es bei uns nicht“, so Thomas Schmidt.

Jochen Luckmann betreibt das Hobby schon viele Jahrzehnte. „Das war so um 1950, als ich meinem Opa zugeschaut und wir zusammen gebastelt haben.“ Heute besitzt Luckmann über 150 historische Dampflok-Modelle und ist mit seinem Sohn Christopher auf der Ausstellung dabei.

Ganz behutsam schieben beide gerade ein Modul mit Bahngleisen an ein anderes heran. Alles muss exakt sein, damit die Gleise der verschiedenen Module auch aneinander passen. Noch sind hier „nur“ Gleise (H0-Spur) zu sehen. „Das ist hier der Bahnhof Ludwigslust“, erläutert Christopher Luckmann. „Das Bahnhofsgebäude und andere Anlagen stellen wir später auf.“

Inzwischen ist auch Tobias Hofmann in der Stadthalle angekommen. Sohn Lukas hilft ihm, ein Modul aus einer Kiste zu heben. „Gleisanlagen und Gebäude auf dieser Platte stellen kein konkretes Gebiet dar, sondern eine fiktive und typisch mecklenburgische Landschaft, sagt Tobias Hofmann. „Nur die Kirche gibt es wirklich, die steht nämlich in Kirch Stück bei Schwerin“, schmunzelt Hofmann.

In anderen Kisten hat er Module mit den Bahnhöfen von Neu Kaliß und Dömitz mitgebracht – natürlich auch selbst gebastelt. Die werden ebenfalls in die Ausstellung einbezogen. „Von Techentin über Neu Kaliß nach Dömitz wäre es natürlich selbst in der Ausstellung hier etwas weit, da reicht der Platz nicht“, lacht Tobias Hofmann. „Deshalb kommt hinter Techentin auch recht schnell Neu Kaliß und dann Dömitz.“

Übrigens hat jeder Eisenbahnfreund einzelne Module zu Hause, die jetzt für die Ausstellung in der Stadthalle zusammengebaut werden. Die Exposition ist am Sonnabend und am Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr in der Stadthalle Ludwigslust geöffnet.

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