zur Navigation springen
Ludwigsluster Tageblatt

16. Dezember 2017 | 23:32 Uhr

Ludwigslust : Sicht aus der Krabbel-Perspektive

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Zebef e. V. veranstaltet Kurs zum Erwerb der Jugendleitercard / Gestern ging es um physische und psychische Besonderheiten von Kindern

von
erstellt am 03.Feb.2015 | 07:00 Uhr

Sie krabbeln auf dem Fußboden, ziehen Gardinen auf und zu, und lachen vor allem viel. Was da aussieht, wie ein fröhlicher Kindernachmittag, hat einen völlig anderen Hintergrund. Im Zebef e. V. in Ludwigslust steht in dieser Woche ein Kurs zum Erwerb der Jugendleitercard (Juleica) auf dem Programm. Die Teilnehmer können nach erfolgreichem Abschluss künftig Kinder- und Jugendgruppen beispielweise in Ferienlagern leiten und betreuen. Constanze Nick, pädagogische Mitarbeiterin im Zebef: „Am Kurs nehmen insgesamt 18 Interessierte teil. Sie sind zwischen 15 und 55 Jahre alt.“

Am gestrigen Montag stand das Thema „Physische und psychische Besonderheiten von Kindern und Jugendlichen“ auf dem Programm. Diplom-Pädagoge und Familientherapeut Tom Lühe erläuterte unter anderem die Entwicklungsprozesse von Kindern und Jugendlichen in den einzelnen Altersabschnitten – praktisch vom ersten Lebensjahr an. Und das sehr anschaulich, indem die Sicht von Kindern auf ihre Umgebung auch aus eingangs erwähnter Krabbel-Perspektive dargestellt wurde.

Johanna Sasse besucht derzeit die 8. Klasse im Ludwigsluster Goethe-Gymnasium. „Ich beschäftige mich sehr viel mit Kleinkindern, zum Beispiel als Co-Trainerin im Karate-Verein ,Masamune’“, sagt die 14-Jährige, die auch im Klassenrat des Gymnasium ist und dort mit den verschiedensten Problemen der Mitschülerinnen und -schüler vertraut ist. „Weil mir diese Tätigkeit Spaß macht, möchte ich jetzt auch die Jugendleitercard erwerben und mich so noch mehr mit Kindern beschäftigen können.“

Dass der Jugendleiterkurs durchaus auch auf einen eventuellen künftigen Beruf vorbereiten kann, erklärt Vanessa Ziehm (17): „Ich habe im Werner Club e. V. in Grabow mit Kindern zu tun, bin bereits als Betreuerin mit auf Bootstour gewesen. Nach meiner Ausbildung zur Verkäuferin möchte ich später gerne Kindergartenerzieherin werden.“ Christian Apsel (17) besucht die 11. Klasse des Gymnasiums in Lübz. Er findet: „Das Thema heute hilft auch, darauf zu achten, alle Kinder, unabhängig von psychischen oder physischen Besonderheiten, gleich zu behandeln.“ Ein Thema, das auch Anabell Stein aufgreift, die im Ludwigsluster Gymnasium in die 10. Klasse geht. „Als Jugendleiter ist es sehr wichtig, dafür zu sorgen, dass niemand aus der Gruppe ausgegrenzt wird.“

Noch bis Donnerstag dieser Woche wird der Kurs, der am Wochenende begann, fortgesetzt. Nachdem am Sonntag u. a. Fragen von Presse- und Öffentlichkeitsarbeit behandelt wurden und ein Tagesausflug nach Schwerin stattfand, geht es heute um Suchtberatung und Rechtsgrundlagen. Am Mittwoch und Donnerstag ist dann ein Erste-Hilfe-Kurs geplant.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen