Sicherer Schutz gegen Elbefluten

Sperrwerk „Dove Elbe“ bei Dömitz kurz vor dem Sanierungsende/ 100 000 Euro wurden in dieses Vorhaben investiert

svz.de von
28. Juli 2015, 07:00 Uhr

Dieses Bauwerk direkt an der Elbe in Blickweite von Dömitz gelegen, fällt zumeist nur den Radwanderern auf ihrer Tour ins Auge. Die großen Sperrtore und der Wasserauslauf der sogenannten Doven Elbe ins große Flussbett lassen wohl jeden Spaziergänger oder Radler einen Halt einlegen. Doch in ureigener Sache muss das Auslaufsperrwerk den Schutz des Elb-Hinterlandes bei gefahrvollen Hochwassersituationen garantieren.

Deshalb wird dieses Sicherheitsschott und „Gegendruckventil“ regelmäßig in Augenschein genommen und gewartet. Bei einer solchen Inspektion im November 2013 stellten Fachleute vom „Mecklenburgischen Ingenieurbüro für Verkehrsbau“ (MIV) aus Schwerin die Notwendigkeit von Sanierungsmaßnahmen fest.

Wie die Leiterin des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg, Dr. Regina Rinas, informierte, erfolgte diese Inspektion unabhängig vom dem extremen Elb-Hochwasser im selben November-Monat. Die Mängelliste am Brückenbauwerk und den Funktionsgaranten wird mit dem vergangenen 15. Juli abgearbeitet und soll bis Anfang kommenden September erledigt sein, hieß es von Rinas. Für diese Sanierung sind etwa 100  000 Euro aus Mitteln der „Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) des Bundes und des Landeshaushaltes Mecklenburg-Vorpommern“ bereitgestellt, so die hohe Landesbeamtin.

Die Arbeiten umfassen Ausbesserungen und Erneuerungen des Korrosionsschutzes für alle Stahlteile, die Sanierung des Dammtafellagers, insbesondere das Verpressen von neuem Füllmaterial hinter der Spundwand mittels Hochdruckinjektionsverfahren. Diese als Halt gebendes Material hinter der Spundwand eingebrachte Füllung war vom Hochwasser ausgespült worden, hatte die seinerzeitige Inspektion ergeben. Ebenso erfolgen die Sanierung des Betons, das Verschließen von Rissen und die Erneuerung des Fahrbahnbereiches am Bauwerk. Wie die Leiterin des staatlichen Amtes betont, erfolgt diese Sanierung als dauerhafte Gewährleistung von Bestand und Verkehrssicherheit. Es handle sich um leichte Mängel, so Rinas. „Eine sicherheitsrelevante Beeinträchtigung des Hochwasserschutzbauwerkes hat es zu keinem Zeitpunkt gegeben.“


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