Ludwigslust : Sicher durch die Silvesternacht

Martin Baran achtet auf die ordnungsgemäße Lagerung der Feuerwerkskörper.
Martin Baran achtet auf die ordnungsgemäße Lagerung der Feuerwerkskörper.

Beim Kauf und Zünden von Feuerwerkskörpern gibt es einige Aspekte zu beachten/ Polizei warnt vor leichtsinnigem Verhalten

svz.de von
30. Dezember 2016, 07:00 Uhr

Feuerwerk an Silvester – das bunte Spektakel am Nachthimmel gehört für die meisten Feiernden jedes Jahr dazu und viele greifen auch gern selbst zur Zündschnur. Seit Donnerstag läuft der offizielle Verkauf von Raketen, Böllern und Batterien. Doch beim Kaufen und Zünden sind einige Dinge zu beachten, um sicher und unbeschadet in das neue Jahr zu starten.

Auch im Toom-Baumarkt in Ludwigslust werden die unterschiedlichsten Feuerwerkskörper angeboten und verkauft. Darunter Raketen, Fontänen, Böller und Batterien. „Der Trend geht eindeutig hin zu Batterien, Raketen werden kaum noch gekauft. Im letzten Jahr mussten wir über die Hälfte der bestellten Raketen wieder an den Hersteller zurückschicken“, erklärt der stellvertretende Geschäftsführer Martin Baran. Im Eingangsbereich des Baumarktes sind mehrere Tische mit Feuerwerkskörpern aufgebaut, außerdem zeigt ein Fernseher den vielen interessierten Kunden, wie die verschiedenen Raketen und Böller explodieren. Andreas Maaß schaut sich hier an, welche Batterien er kaufen könnte. „Da sieht man gleich, was man bekommt“, sagt der Grabower. Besonders wichtig sei ihm die einfache Handhabung und dass die Batterien nicht zu laut explodieren.

Auch die Polizei appelliert zu Silvester zum vorsichtigen Umgang mit Feuerwerkskörpern. Beim Kauf sollte bereits darauf geachtet werden, dass Feuerwerkskörper das CE-Sicherheitszeichen und eine Prüfnummer tragen, denn nur diese sind in Europa zugelassen. Geprüft werden die pyrotechnischen Gegenstände von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (Bam). Besondere Vorsicht ist bei nicht geprüften, illegal eingeführten oder selbst gebastelten Knallkörpern geboten, warnt der Deutsche Feuerwehrverband in einer Pressemitteilung zum umsichtigen Verhalten an Silvester.

Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern ist in Deutschland nur am 31. Dezember und am 1. Januar erlaubt. Außerdem dürfen Jugendliche diese erst ab dem 18. Lebensjahr kaufen und zünden. „Mit besonderer Umsicht sollten Raketen und Böller in der Nähe von Menschen, Tieren oder leicht entzündlichen Materialien, wie zum Beispiel Strohmieten, gezündet werden“, warnt Klaus Wiechmann, Sprecher der Polizeiinspektion Ludwigslust. Außerdem sei ein ausreichender Sicherheitsabstand nach dem Zünden notwendig, um Körperverletzungen zu vermeiden. Nicht gezündete Feuerwerkskörper, sogenannte Blindgänger, dürfen nicht ein zweites Mal gezündet werden. „Leider kam es in der Silvesternacht des vergangenen Jahres landkreisweit zu mehreren Körperverletzungen, Bränden und Sachbeschädigungen, die auch Rettungsdienste und die Feuerwehr auf den Plan riefen“, berichtet Klaus Wiechmann weiter. Aufgrund dieser Erfahrungen wird die Polizei zum Jahreswechsel mit verstärktem Personal zum Einsatz kommen.

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