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Ludwigsluster Tageblatt

24. September 2017 | 07:11 Uhr

Grabow : Separater Neubau wäre die Lösung

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Die Pläne für den Umbau der Regionalen Schule „Friedrich Rohr“ in Grabow nehmen immer mehr Gestalt an.

von
erstellt am 18.Jul.2017 | 21:00 Uhr

Ein ehrwürdiges Haus mit Tradition und großer Geschichte soll für die Anforderungen der Zukunft fit gemacht werden: Die Pläne für den Umbau der Regionalen Schule „Friedrich Rohr“ in Grabow nehmen immer mehr Gestalt an.

Auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bau und Umwelt hatte die Grabower Architektin Annett Ohm den Mitgliedern des Gremiums das Konzept zur Umsetzung dieses Vorhaben vorgestellt. Das Raumangebot soll überarbeitet werden, vom Grundsatz her geht es um die Erweiterung der Schule.

Einen entsprechenden Beschluss hatte die Stadtvertretung Grabow einstimmig auf ihrer Februar-Sitzung gefasst. Und den Bürgermeister bevollmächtigt, mit den Vorbereitungen zu beginnen, entsprechende Planungsleistungen für die Erweiterung der Regionalen Schule in Auftrag zu geben.

In der Regionalen Schule „Friedrich Rohr“ gab es in den letzten Jahren immer wieder Überlegungen, optimalere Raumstrukturen und Lernbedingungen zu schaffen, um den Schulstandort in Grabow für Familien attraktiver zu gestalten.

Ausgehend davon wurden die vorhandenen Räumlichkeiten und Schülerzahlen analysiert. Festgestellt wurde, dass ein akuter Raummangel und Platzbedarf besteht. Und das aufgrund steigender Schülerzahlen in den kommenden Jahren, veränderter Richtwerte für den Platzbedarf pro Schüler bei einer erklärten Klassengröße von 27 Schülern (2,5 Quadratmeter pro Schüler) und geänderter Unterrichtsformen durch die umzusetzende Inklusion, was erklärtes Ziel der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern ist. Das heißt, perspektivisch sollen so viele Kinder und Jugendliche wie möglich eine Regelschule besuchen können. In diesem Zusammenhang wurde auch die akute Situation der Cafeteria mit betrachtet und berücksichtigt. „Es fehlen Klassenräume und Vorbereitungsräume. Wir haben ein Mensa-Problem, die Situation muss hier dringend verbessert werden“, sagte Architektin Annett Ohm. Zudem gibt es keine Beratungszimmer und keinen Raum für Schulsozialarbeit.

Eine Erweiterung oder Umstrukturierung der Räume im Bestand ist nicht möglich. „Wir wollen einen nach modernen Gesichtspunkten separaten Neubau auf der vorhandenen Freifläche vor der Regionalen Schule errichten, mit Projekt- und Klassenräumen. Dieser soll über einen transparenten Zwischengang mit dem Altbau verbunden werden und die bestehenden Platzprobleme lösen. Auch einen Fahrstuhl soll die Schule bekommen“, sagt Stefan Sternberg.

„Wir als Stadt wollen damit auch langfristig den Schulstandort Grabow sichern. Den Wunsch, die räumliche Situation zu verbessern, gibt es schon sehr lange. Das Besondere an diesem Projekt ist, dass wir das als Stadt gemeinsam mit Lehrern, Schüler und Eltern umsetzen wollen. Im letzten Jahr haben wir mit der Schule zusammen gesessen und uns über eine mögliche Variante verständigt. Die Projektidee ist jetzt soweit entwickelt, für 2018 wollen wir dann die Projektplanung beschließen und einen Antrag auf Fördermittel stellen“, erläutert der Bürgermeister die nächsten Schritte. „Wir hoffen, dass wir dann 2019 mit dem Bau beginnen können.“


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